5 Gründe, warum das Buch »Wir müssen über Rassismus sprechen« seicht und destruktiv ist

Unter dem Titel »Wir müssen über Rassismus sprechen« erschien soeben die deutsche Fassung des Buches »White Fragility« von Robin DiAngelo, das in den USA ein Bestseller und wesentlich für die Popularisierung der »Critical Race Theory« verantwortlich ist. Mit freundlicher Genehmigung veröffentliche ich aus diesem Anlass folgende Übersetzung eines kritischen Beitrags von Anne Bailey, der zuerst auf Medium und dann auf New Discourses erschien.

Zu den Büchern, die heute häufig als Pflichtlektüre gehandelt werden, gehört Wir müssen über Rassismus sprechen von Robin DiAngelo. Darin möchte DiAngelo weiße Menschen lehren, wie sie den eigenen Rassismus identifizieren können und auf welch vielfältige Weise sie sich dagegen sträuben, ihn anzuerkennen. Ihre These lautet im Wesentlichen, dass weiße Menschen es nicht akzeptieren können, des Rassismus beschuldigt zu werden, und aufgrund dieser »Fragilität« mit emotionaler Abwehr reagieren. Um die systemische weiße Vorherrschaft niederzureißen, müssten alle Weißen den eigenen Rassismus anerkennen.

Anstatt ein ehrliches Gespräch über Rassismus zu führen, hat DiAngelo einen neuen Rahmen für die Definition von Rassismus und weißer Vorherrschaft erfunden. Dieser Rahmen ist nicht nur unlogisch; er ist toxisch, seicht und destruktiv. Hier sind fünf Gründe, warum das Buch Wir müssen über Rassismus sprechen nicht ernst genommen werden sollte.

1.) Es verletzt das Prinzip der Falsifizierbarkeit

Das Prinzip der Falsifizierbarkeit verlangt von wissenschaftlichen Aussagen, dass sie als falsch erwiesen werden können. Wir wissen zum Beispiel, dass die Aussage „Alle Schlangen sind giftig“ falsch ist, weil wir beobachten können, dass einige Schlangen nicht giftig sind. DiAngelos These behauptet, dass die Leugnung einer Person, rassistisch zu sein, sowohl Rassismus als auch weiße Fragilität beweise. Dies verstößt gegen das Prinzip der Falsifizierbarkeit. Es ist Pseudowissenschaft und hat in einer ernsthaften und ehrlichen Konversation über Rasse nichts zu suchen.

2.) Es ignoriert Individuen

DiAngelo behauptet, dass »weißsein« nicht nur eine Hautfarbe sei. Dahinter stehe ein ganzes System der Unterdrückung, und alle Weißen seien Komplizen seiner Aufrechterhaltung. Sie behauptet auch, dass nicht-weiße Menschen die weiße Vorherrschaft aufrechterhalten könnten, indem sie an der weißen Kultur teilnehmen oder sogar »weiß handeln«. Ihre Rundumschlags-Definitionen beschuldigen fast jeden des Rassismus und der weißen Vorherrschaft. Dies ist beabsichtigt. Ihr Rahmen lässt keine Betrachtung des Individuums zu. Menschen als Individuen anzusehen würde Raum für Widerspruch lassen, und Widerspruch würde ihre Argumentation zerstören. Je mehr Menschen verurteilt werden, desto mehr Jünger scharen sich hinter DiAngelo. Sofern DiAngelo nicht allwissend ist, was höchst zweifelhaft ist, ist ihre kollektive Verurteilung einfach falsch. Man kann nicht Millionen von Menschen des Rassismus anklagen und nur ihr Abstreiten der Schuld als Beweis verwenden.

3.) Es ist emotional manipulativ

Die meisten Menschen schaudern bei der Vorstellung, des Rassismus beschuldigt zu werden. Es ist ein hässlicher Vorwurf, und die meisten logisch denkenden Menschen würden darauf (verständlicherweise) defensiv reagieren. Finstere Anschuldigungen ohne konkrete Beweise sind … falsch. Doch wie wir bereits sahen, besteht DiAngelo darauf, dass eine defensive Haltung sowohl Fragilität als auch Rassismus beweise. DiAngelos pseudowissenschaftliche These bringt wohlmeinende Menschen in eine unmögliche Zwickmühle. Wenn Sie sich weigern, zuzugeben, dass Sie rassistisch sind, bedeutet dies, dass Sie sowohl geistig als auch emotional fragil sind, und außerdem rassistisch. Wenn Sie zugeben, dass Sie rassistisch sind, sind Sie wenigstens nicht fragil. Den Rassismus einzugestehen ist eindeutig die bessere der beiden Optionen, und im Streben nach Anständigkeit (und um nicht als fragil zu gelten) werden sich die meisten Leser dafür entscheiden. Nachdem DiAngelo erfolgreich Ihre Emotionen manipuliert und Sie (ohne Beweise) genötigt hat, zuzugeben, dass Sie rassistisch sind, suchen Sie nun verzweifelt nach einer Lösung … nach einem Ausweg aus Ihrem Rassismus.

4.) Es ist eine Masche zum Geldverdienen

Wir müssen über Rassismus sprechen treibt seine Leser in eine Ecke und überzeugt sie davon, dass ihr Rassismus so tief gehe, dass selbst die Tränen weißer Frauen ein unterdrückerischer politischer Akt seien (dies nimmt ein ganzes Kapitel in Anspruch). Natürlich suchen die Leser nach einem Ausweg aus dieser unerfreulichen Situation. Wie können sie Sühne leisten? Richtig geraten: Die Sühne kommt aus dem Gehirn von Robin DiAngelo sowie von den Geldscheinen, die Sie in ihre Weisheit investieren. DiAngelo lehrt, dass Sie darauf hinarbeiten müssen, antirassistisch zu sein. Gegen eine bescheidene Gebühr von 10.000 US-Dollar hilft Ihnen Robin DiAngelo bei einem ihrer Seminare, für Ihre Sünden zu büßen. Diese Seminare bestehen aus weiteren Rassismusvorwürfen und handeln davon, wie Sie das System der „Weißheit“ aufrechterhalten, das jeden Winkel der Gesellschaft verseucht. Sie können niemals völlig frei von Rassismus sein, aber Sie können Ihr Leben darauf verwenden, Robin DiAngelo mehr Geld zu zahlen, um Ihnen zu sagen, dass Sie rassistisch sind, was irgendwie dazu beiträgt, die weiße Vorherrschaft zu bekämpfen.

5.) Es untergräbt gesunde Beziehungen

Indem DiAngelo alle Weißen des Rassismus und der Aufrechterhaltung weißer Vorherrschaft beschuldigt, untergräbt sie gesunde multiethnische Beziehungen und setzt sie einer unnötigen Belastung aus. Wo früher eine normale Beziehungsdynamik herrschte, entsteht jetzt eine Dynamik der Wahrnehmung von Unterdrückung und tiefsitzendem Rassismus. Dies kann auch die Beziehungen zwischen Freunden und Verwandten derselben ethnischen Gruppe belasten. Wenn ein Ehemann oder eine Ehefrau DiAngelos Buch als Evangelium nimmt, fühlt er oder sie sich berechtigt, den Ehepartner des Rassismus zu beschuldigen. Wenn der beschuldigte Ehepartner dies bestreitet, wird der andere – ausgestattet mit DiAngelos Geboten – behaupten, dass er die weiße Vorherrschaft aufrechterhalte und weiße Fragilität zeige. Es ist verabscheuungswürdig, unter dem Vorwand, Rassismus zu bekämpfen, mit einer betrügerischen Bereicherungsmasche in blühenden Freundschaften und sogar Ehen Chaos zu stiften.

DiAngelos emotional und finanziell manipulatives Manuskript für „Rassismusbildung“ sollte von jedem entschieden verurteilt werden, dem wirklich daran gelegen ist, den Rassismus zu beenden und eine geeinte, friedliche Zukunft zu erleben.


Mehr zum Thema: Der rassistische Antirassismus – Kritik einer MassenhysterieÜber »Antirassismus« als Religion, die Schattenseiten guter Absichten und den postmodern gewendeten Rassismus der »Critical Race Theory«.

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