Ist Rassismus ein Machtverhältnis?

If you have always belie­ved that ever­yo­ne should play by the same rules and be jud­ged by the same stan­dards, that would have got­ten you labe­led a radi­cal 60 years ago, a libe­ral 30 years ago and a racist today. 

– Tho­mas Sowell

Vor ein paar Tagen habe ich auf Twit­ter eine Tweet-Ket­te über die Auf­fas­sung geschrie­ben, dass Ras­sis­mus ein Macht­ver­hält­nis sei und Ras­sis­mus gegen Wei­ße nicht exis­tie­re. Genau­ge­nom­men sind das zwei ver­schie­de­ne The­sen, die aber gewöhn­lich im Zusam­men­hang mit­ein­an­der ver­tre­ten wer­den. Sie gehö­ren zu einer Rei­he radi­ka­ler Ideen neu­lin­ker Iden­ti­täts­po­li­tik, die Ein­gang in den kul­tu­rel­len und poli­ti­schen Main­stream gefun­den haben und sich dort immer mehr eta­blie­ren. Dies geschieht pro­mi­nent mit dem Kon­zept »Diver­si­ty«.

»Diver­si­ty« zu for­cie­ren heißt, gegen Wei­ße zu dis­kri­mi­nie­ren, ins­be­son­de­re wei­ße Män­ner. Um das legi­ti­mie­ren zu kön­nen, muss man defi­ni­to­risch aus­schlie­ßen, dass es Dis­kri­mi­nie­rung ist, was es fak­tisch den­noch bleibt.

Da auf Twit­ter eini­ge den klei­nen Text nütz­lich fan­den, stel­le ich ihn in über­ar­bei­te­ter Form auch hier ein.

Nach klas­si­scher Defi­ni­ti­on und all­ge­mei­nem Sprach­ge­brauch ist Ras­sis­mus eine meist abwer­ten­de Beur­tei­lung von Per­so­nen auf Basis tat­säch­li­cher oder zuge­schrie­be­ner ras­si­scher Eigen­schaf­ten bezie­hungs­wei­se die Ungleich­be­hand­lung, die aus sol­chen Beur­tei­lun­gen erwächst.

Nach der neu­en Defi­ni­ti­on soll Ras­sis­mus dage­gen nur dann gege­ben sein, wenn die Ras­sis­ten »struk­tu­rel­le Macht« über die Abge­wer­te­ten haben. Und die mit der struk­tu­rel­len Macht, so die Annah­me wei­ter, sei­en in unse­rer Welt immer die Weißen. 

Natür­lich kön­nen sich Begriffs­be­deu­tun­gen wan­deln und kann man Defi­ni­tio­nen ändern. Das ist aber nur dann sinn­voll und wird höchst­wahr­schein­lich auch nur dann gelin­gen, wenn dadurch die Aus­drucks- und Dif­fe­ren­zie­rungs­mög­lich­kei­ten der Spra­che zuneh­men oder wenigs­tens gleich bleiben. 

Hier ist hier nicht der Fall. Die Aus­drucks- und Dif­fe­ren­zie­rungs­mög­lich­kei­ten des neu­en Ras­sis­mus­be­griffs sind deut­lich gerin­ger, und das ist auch Teil des­sen, was mit ihm bezweckt wird. Dar­auf kom­me ich am Schluss zurück. 

Erken­nen wir zunächst das Körn­chen Wahr­heit in der neu­en Defi­ni­ti­on an: Ras­sis­mus ist kaum gefähr­lich, wenn die ras­sis­ti­sche Per­son an Macht unter­le­gen ist. Wenn jemand mir nichts kann, juckt es mich wenig, dass er mich ras­sis­tisch beur­teilt. Erst wenn er mir an Macht über­le­gen ist, wird es gefährlich. 

Dadurch wer­den Ras­sis­mus und Macht­ge­fäl­le aber nicht zur sel­ben Sache. Es gibt Ras­sis­mus ohne Macht­ge­fäl­le und Macht­ge­fäl­le ohne Ras­sis­mus. Klas­sen­un­ter­schie­de, Skla­ve­rei, Kri­mi­na­li­tät, All­tags­dis­kri­mi­nie­rung, Krieg und Bür­ger­krieg sind alles sozia­le Phä­no­me­ne, die ein ras­sis­ti­sches Ele­ment haben kön­nen, aber nicht müs­sen. Mit dem neu­en Ras­sis­mus­be­griff kann man das ras­sis­ti­sche Ele­ment sol­cher Sze­na­ri­en gar nicht benen­nen, wenn nicht ein­deu­tig Wei­ße die Täter und Nicht­wei­ße die Opfer sind. Man müss­te es müh­sam umschrei­ben, etwa mit »Vor­ur­tei­le«, was weit weni­ger prä­zi­se ist. Sobald man es prä­zi­se macht, indem man etwa »ras­sis­ti­sche Vor­ur­tei­le« sagt, ist man sprach­lich wie­der in ver­bo­te­nem Terrain.

»Rassismus gegen Weiße existiert nicht«

Die Aus­sa­ge, Ras­sis­mus gegen Wei­ße exis­tie­re nicht, klingt wie eine empi­ri­sche Aus­sa­ge, ist aber kei­ne. Es ist nicht etwas, das man durch For­schung her­aus­ge­fun­den hät­te, son­dern etwas, das man durch die Fest­le­gung einer ent­spre­chen­den Defi­ni­ti­on ent­schie­den hat. 

Die Ver­tre­ter der neu­en Defi­ni­ti­on bestrei­ten nach mei­ner Beob­ach­tung nicht, dass Macht­un­ter­le­ge­ne in der Lage sind, Macht­über­le­ge­ne auf­grund tat­säch­li­cher oder zuge­schrie­be­ner ras­si­scher Eigen­schaf­ten abzu­wer­ten, und dies auch gele­gent­lich tun. Wir sind uns also einig, dass das, was man frü­her Ras­sis­mus nann­te, hier empi­risch existiert.

Was mit der Aus­sa­ge »Ras­sis­mus gegen Wei­ße exis­tiert nicht« vor­ge­bracht wird, ist also weder The­se noch Wis­sen, son­dern eine For­de­rung, Begrif­fe anders zu verwenden.

Gut, wie ein­gangs gesagt, natür­lich kann man Begrif­fe umde­fi­nie­ren, wenn das sinn­voll ist. Aber ist es hier sinn­voll? Wie nen­nen wir dann die­se Hal­tung des Schwä­che­ren, die wir frü­her »Ras­sis­mus« genannt hät­ten? Wie bereits oben, lan­de ich wie­der bei »Vor­ur­tei­le«, und das wird tat­säch­lich manch­mal vor­ge­schla­gen. Doch es ist eben unge­nau. Mit dem klas­si­schen Ras­sis­mus­be­griff wur­de deut­lich mehr Infor­ma­ti­on über­mit­telt. Und eine For­mel wie »ras­sisch begrün­de­te Vorurteile»wäre nur eine umständ­li­che­re Umschrei­bung für »Ras­sis­mus«.

Wir blei­ben also mit dem neu­en Begriff an die­ser Stel­le sprach­los. Wir erin­nern uns dar­an, ein­mal den pas­sen­den Begriff gehabt zu haben, um die Ein­stel­lung zu benen­nen, die das feind­se­li­ge Ver­hal­ten erklärt, das wir beob­ach­ten. Doch die­sen Begriff sol­len wir hier nicht mehr ver­wen­den. Einen auch nur annä­hernd brauch­ba­ren Ersatz gibt es nicht.

Hin­zu kommt, dass die Annah­me, es gebe ein ein­zi­ges über­ge­ord­ne­tes Macht­ver­hält­nis, in des­sen Rah­men jede Inter­ak­ti­on zu deu­ten sei, einen vul­gär undif­fe­ren­zier­ten, holz­schnitt­ar­ti­gen Macht­be­griff zugrun­de legt.

Wel­ches Macht­ge­fü­ge ist pri­mär rele­vant für ein wei­ßes Kind in einer Schu­le, die z.B. von ara­bi­schen Clans domi­niert ist? Jetzt kann man natür­lich sagen, die hypo­the­ti­schen Ara­ber auf die­ser Schu­le erlei­den Ras­sis­mus durch die über­ge­ord­ne­te »wei­ße« Macht­struk­tur und in die­sem Rah­men sei ihr Ver­hal­ten zu deu­ten. Und das mag völ­lig rich­tig und durch­aus ein Aspekt der Situa­ti­on sein.

Dadurch wird aber die Feind­se­lig­keit nicht aus­ra­diert, die das wei­ße Kind in der Schu­le unver­schul­det erfährt, eben­so­we­nig wie des­sen Macht­un­ter­le­gen­heit in der Situa­ti­on, die für die­ses Kind täg­lich höchst rele­vant und unaus­weich­lich ist.

War­um soll­te es nicht mög­lich sein, dass die­se Ara­ber von Staat oder Mehr­heit ras­sis­tisch dis­kri­mi­niert wer­den und ihrer­seits die wei­ße Min­der­heit in der Schu­le ras­sis­tisch dis­kri­mi­nie­ren? (Wir wis­sen empi­risch, dass der­glei­chen geschieht.) Es fehlt jede Begrün­dung dafür, dass man nicht bei­des als Ras­sis­mus bezeich­nen kön­nen soll.

Rassismus – es kann nur einen geben?

War­um soll es nur einen Ras­sis­mus geben kön­nen? Weil die­ser eine über­ge­ord­net ist?

Mei­net­we­gen geste­hen wir ein­mal zu, dass er über­ge­ord­net ist – obwohl es in glo­ba­ler Betrach­tung nicht ein­deu­tig ist, dass das uni­ver­sell gilt. Nur weil er über­ge­ord­net ist, ist er nicht der ein­zig rele­van­te. Das ist ein unbe­grün­de­ter und unzu­läs­si­ger Kurzschluss.

Man kann nicht den Anspruch erhe­ben, eine umfas­sen­de, dif­fe­ren­zier­te Sozi­al­theo­rie vor­zu­stel­len, und gleich­zei­tig so tun, als gäbe es nur ein ein­zi­ges binä­res Sys­tem aus »Macht« und »Nicht Macht«. Das ist lächer­lich simplistisch.

In der Rea­li­tät ist viel­mehr ein unend­lich kom­ple­xes Gefü­ge viel­fäl­ti­ger Macht­ver­hält­nis­se, ‑dif­fe­ren­zia­le und ‑quel­len zu beob­ach­ten. Das Macht­ver­hält­nis zwi­schen zwei Per­so­nen kann völ­lig anders aus­se­hen je nach­dem, an wel­chem Ort und zu wel­cher Tages­zeit sie sich begeg­nen. Je nach­dem, ob ein Ver­trag zwi­schen ihnen noch gül­tig ist. Oder je nach­dem, wie viel sie über­ein­an­der wis­sen. Eine win­zi­ge Infor­ma­ti­on, die dem einen über den ande­ren zugäng­lich wird, kann alles kip­pen lassen. 

Es gibt unzäh­li­ge Varia­blen die­ser Art. Die­se Kom­ple­xi­tät sozia­ler Bezie­hun­gen ist nicht plötz­lich aus­ge­löscht, wenn Ras­sis­mus ins Spiel kommt, so dass man nur noch »ein Macht­ver­hält­nis« im Blick haben muss.

Man macht damit einen Aspekt der Situa­ti­on sicht­bar um den Preis, alle ande­ren unsicht­bar zu machen. Der wei­ße Obdach­lo­se und der schwar­ze Prä­si­dent wer­den wegerklärt, statt Anlass zu geben, sich eine dif­fe­ren­zier­te­re Theo­rie zu über­le­gen. Immer steht uner­schüt­ter­lich von vorn­her­ein fest, dass die­ses eine Macht­ver­hält­nis, die Macht der Wei­ßen über die Nicht­wei­ßen, das ein­zi­ge sei, das man zur Ana­ly­se des Gesche­hens beach­ten müsse. 

Und das ist die Crux des neu­en Ras­sis­mus­be­griffs. Ich habe argu­men­tiert, dass die­ser im Ver­gleich zum klas­si­schen kei­ne trenn­schär­fe­re ana­ly­ti­sche Kate­go­rie ist, son­dern im Gegen­teil eine ver­gleichs­wei­se stump­fe, undif­fe­ren­zier­te und unflexible.

Das ist beab­sich­tigt. Wohl nicht im Sin­ne eines bewuss­ten Kal­küls, aber im Sinn einer intui­tiv erfass­ba­ren Zweck­mä­ßig­keit des neu­en Begriffs im Sin­ne der Zwe­cke der­je­ni­gen, die ihn vertreten.

Die­ser Begriff ist eine peti­tio princi­pii, wenn man so will: Eine Art, eine Fra­ge zu stel­len, die bereits die Ant­wort dik­tiert und somit kei­ne ech­te Fra­ge ist. Man kann mit die­sem Begriff nicht fra­gen, wo Ras­sis­mus ist. Die Ant­wort steht bereits fest und ist in den Begriff ein­ge­baut. Der Begriff dik­tiert, wo man Ras­sis­mus sehen muss und wo man ihn nicht sehen darf.

Das ent­spricht dem Selbst­ver­ständ­nis post­mo­der­ner kri­ti­scher Theo­rie. Das »kri­tisch« bedeu­tet, dass Bestands­auf­nah­me und Kri­tik nicht getrennt werden. 

Auf Basis des gesun­den Men­schen­ver­stan­des und in der tra­di­tio­nel­len Wis­sen­schaft wür­de man sagen: Erst ein­mal müs­sen wir wis­sen und ver­ste­hen, wie die Din­ge sind, und dann kön­nen wir schau­en, ob und wie man sie bes­ser machen kann. In der Kri­ti­schen Theo­rie dage­gen soll bereits der Pro­zess des Wis­sen­schaf­fens und Ver­ste­hens ein Akt der Kri­tik sein, was hier bedeu­tet, Sozi­al­struk­tu­ren anzu­grei­fen, die man als unter­drü­cke­risch ein­ge­stuft hat. 

Aber wie kann man sich sicher sein, die Din­ge rich­tig zu sehen, wenn man eine unvor­ein­ge­nom­me­ne Bestands­auf­nah­me gar nicht erst ver­sucht? Logisch kann man es nicht. Man kann sich aber emo­tio­nal damit sicher füh­len, wenn man eine mora­li­sche Gemein­schaft um sich her­um hat, die die betref­fen­den Annah­men teilt. 

Da dies die Grund­la­ge ist, han­delt es sich nicht um Wis­sen­schaft, son­dern um ein Glaubenssystem. 

Nachtrag: Die Folgen

Anstel­le eines fik­ti­ven Schul­hofs kön­nen wir auch ein rea­les Bei­spiel neh­men. In Eng­land trei­ben seit vie­len Jah­ren soge­nann­te Groo­m­ing Gangs ihr Unwe­sen. Dies sind Grup­pen von Ver­ge­wal­ti­gern und Zuhäl­tern, die über­wie­gend von mus­li­mi­schen Män­nern mit paki­sta­ni­schen Wur­zeln gebil­det wer­den. Mit äußers­ter Grau­sam­keit hal­ten sich die­se Män­ner »wei­ße« Mäd­chen und Frau­en gera­de­zu als Sex­skla­vin­nen, rei­chen sie unter sich her­um, flö­ßen ihnen Dro­gen ein, bedro­hen sie, erpres­sen sie, schüch­tern sie ein und zwin­gen sie zur Prostitution.

Da nun Wei­ße im Grun­de immer ras­sis­tisch gegen­über Nicht­wei­ßen sind – sie haben nun mal »die Macht«, ob sie wol­len oder nicht –, ist es nach dem neu­en Ras­sis­mus­kon­zept grund­sätz­lich schwie­rig für einen Wei­ßen, mit dem Fin­ger auf einen Nicht­wei­ßen zu zei­gen und ihn einen Täter zu nen­nen. Letz­te­rer mag wirk­lich ein Täter sein, aber der Wei­ße könn­te nie den Ver­dacht los­wer­den, dass er aus Ras­sis­mus auf ihn gezeigt hat. Jeder weiß, dass es wei­ße und nicht­wei­ße Täter gibt. War­um zeigst du aus­ge­rech­net auf einen nichtweißen?

Es ist kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rie, son­dern viel­fach im Rah­men seriö­ser Unter­su­chun­gen und Recher­chen doku­men­tiert: Poli­ti­sche Kor­rekt­heit und die Angst der Behör­den, als ras­sis­tisch ange­se­hen zu wer­den, gehö­ren zu den Grün­den dafür, dass Täter nicht ver­folgt wer­den, ver­zwei­fel­te Mäd­chen abge­wie­sen wer­den und die Bar­ba­rei der Groo­m­ing Gangs seit nun­mehr 20 Jah­ren wei­ter stattfindet.

Die­se Mäd­chen und Frau­en sol­len defi­ni­ti­ons­ge­mäß zu der Grup­pe gehö­ren, die »die Macht« hat, obwohl sie in Wirk­lich­keit von allen maß­geb­li­chen Mäch­ten ent­we­der bru­tal miss­han­delt oder im Stich gelas­sen wer­den. Ein sol­cher Begriff ist in mora­li­scher Hin­sicht zynisch, als Erkennt­nis­werk­zeug untaug­lich und in sei­ner poli­ti­schen Wir­kung verheerend. 

Der Fall der Groo­m­ing Gangs zeigt, dass das sim­plis­tisch-see­len­blin­de Kal­kül des post­mo­der­nen Neo­mar­xis­mus nicht auf­geht, unge­rech­te Ungleich­hei­ten durch ent­ge­gen­ge­setz­te unge­rech­te Ungleich­hei­ten aufzuwiegen.

Mag sein, dass die Täter die­ser Gangs inner­halb der wei­ßen Mehr­heits­ge­sell­schaft Ras­sis­mus erlei­den. Aber ist an die­ser Situa­ti­on irgend­et­was geheilt, wenn man in Form der poli­ti­schen Kor­rekt­heit einen Schutz­schirm über ihnen auf­spannt, der dazu führt, dass sie mit gerin­ge­rer Wahr­schein­lich­keit straf­ver­folgt wer­den als es wei­ße Täter wür­den, und dazu, dass ihre Opfer weni­ger auf Hil­fe hof­fen kön­nen als sie es in ande­rer Kon­stel­la­ti­on könn­ten? Ist die Welt dadurch gerech­ter geworden? 

Wenn man nur die Groß­kol­lek­ti­ve »Weiß« und »Nicht­weiß« (oder »POC«) und eine bestimm­te quan­ti­ta­ti­ve Macht­ver­tei­lung zwi­schen ihnen sieht, muss man sagen: ja. Und das ver­mit­telt einen guten Ein­druck vom Wert die­ser Theorie.

Quellen

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2 Kommentare

  1. Wie­der eine prä­zi­se Ana­ly­se der Ursa­chen für die­sen Riss in unse­rer Gesellschaft.

    Rother­ham ist aller­dings ein Bei­spiel, das mir irgend­wie unwirk­lich vor­kommt. Ich fra­ge mich, ob das nicht auch ein Phan­tom sein könn­te wie die ver­meint­li­chen Miss­brauchs­fäl­le der Worm­ser Prozesse.

    »dass Täter nicht ver­folgt wer­den, ver­zwei­fel­te Mäd­chen abge­wie­sen wer­den und die Bar­ba­rei der Groo­m­ing Gangs seit nun­mehr 20 Jah­ren wei­ter stattfindet«

    Wie kann so etwas über­haupt funk­tio­nie­ren? Dass prin­zi­pi­ell Aus­län­der von jeder Straf­ver­fol­gung aus­ge­nom­me­nen wer­den, ist ja nun nicht die tat­säch­li­che Rea­li­tät. Und das rei­bungs­los 1400 Kin­der und Jugend­li­che miss­braucht wur­den, erscheint mir ein­fach nicht glaubhaft.

    Hab mich aller­dings noch nicht tie­fer damit beschäftigt.

  2. Schön an der geschil­der­ten »Theo­rie« (Ras­si­mus = per­sön­li­ches Vor­ur­teil plus Macht der Grup­pe) fin­de ich den Umstand, dass ein und die­sel­be Per­son mit unver­än­der­ter Hal­tung an unter­schied­li­chen Orten der Welt als Ras­sist oder eben als sich gegen Macht­struk­tu­ren weh­ren­des Opfer gese­hen wird. 

    Eine afri­k­an­si­che Mil­li­ar­dä­rin ist in Afri­ka mit einer anti­wei­ßen Hal­tung Ras­sis­tin, wäh­rend sie sich bei Her­mes in Paris nur gegen die herr­schen­den Macht­struk­tu­ren wehrt, wenn sie die Ver­kaufs­as­sis­ten­tin beschimpft.

    War­um wur­de eigent­lich das Äqui­va­lenz­prin­zip so kampf­los aufgegeben?

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