Ein neorassistisches Panorama

Am 26. Febru­ar brach­te »Bericht aus Ber­lin« die­sen kur­zen Zusam­men­schnitt aus der Bun­des­tags­de­bat­te am sel­ben Tag:

Es ist ein Bei­spiel für die Art von Medi­en­ver­sa­gen, die mich im Som­mer 2020 dazu bewo­gen hat, den Bei­trag zu schrei­ben, aus dem schließ­lich das Buch »Im Schat­ten guter Absich­ten« wur­de.

Das Haupt­pro­blem ist die Aus­las­sung. Der durch­schnitt­li­che ÖRR-Zuschau­er, der nicht die Eng­lisch­kennt­nis­se, Zeit und Inter­net­kom­pe­tenz hat, sich durch Social Media und akti­ves Goo­geln selbst über die Vor­gän­ge in den USA zu infor­mie­ren, erhält hier kei­ne Chan­ce, zu ver­ste­hen, wor­um es eigent­lich geht.

Was ver­steht »Bericht aus Ber­lin« unter einer »Anek­do­te«?

Die Coca-Coca-Schu­lung bau­te auf dem Mega­best­sel­ler »White Fra­gi­li­ty« von Robin DiAn­ge­lo auf. Schu­lun­gen die­ser Art fin­den in unzäh­li­gen Fir­men statt. Diver­si­ty-Trai­nings sind eine Mil­li­ar­den­in­dus­trie. Jon­gen konn­te über­haupt nur auf die Idee kom­men, die­se Schu­lung zu erwäh­nen, weil sie in den USA skan­da­li­siert wor­den war. 

Ähn­li­che Skan­da­le um extrem und ras­sis­tisch anmu­ten­de Mate­ria­li­en aus »Antirassismus«-Schulungen nach Cri­ti­cal Race Theo­ry kom­men seit Mit­te 2020 immer wie­der ans Licht. Im Sep­tem­ber ver­bot die Trump-Regie­rung, Men­schen in Schu­lun­gen nach Ras­se oder Geschlecht zu ste­reo­ty­pi­sie­ren oder zum Sün­den­bock zu machen. Prä­si­dent Biden nahm die­ses Ver­bot sofort zurück, doch aktu­ell lau­fen auf Staa­ten­ebe­ne etli­che Ver­su­che, der­glei­chen auf gesetz­ge­be­ri­schem Weg zu unterbinden.

Von all dem scheint man in deut­schen Leit­me­di­en und im deut­schen Bun­des­tag nichts zu wis­sen. »Bericht aus Ber­lin« und Hel­ge Lindh sug­ge­rie­ren, dass es nur die AfD sei, die sich an der Coca-Cola-Schu­lung stößt. Sie stel­len die­se als etwas hin, das völ­lig nor­mal und außer­halb der AfD unstrit­tig sei. Wer auch immer da im Hin­ter­grund so her­um­blökt, scheint das ähn­lich zu sehen. Wel­che Bezie­hung zur Rea­li­tät ein Poli­ti­ker haben muss, der wie oben auf Basis eini­ger weni­ger Sät­ze den Sinn und Wert einer sol­chen Schu­lung beur­tei­len zu kön­nen glaubt, sei dahin­ge­stellt. Ein kla­rer For­schungs­stand zeigt, dass sol­che Schu­lun­gen nutz­los oder kon­tra­pro­duk­tiv sind, aber auch das inter­es­siert im polit­me­dia­len Kom­plex niemanden.

Nun ist es Hel­ge Lindh und »Bericht aus Ber­lin« unbe­nom­men, der­art sys­te­ma­ti­sche Demü­ti­gung von nach Haut­far­be aus­ge­son­der­ten Men­schen am Arbeits­platz groß­ar­tig zu fin­den. Aber so zu tun, als wäre eine sol­che Pra­xis nor­mal und unstrit­tig, kommt einer Lüge gleich. Es ist alles ande­re als nor­mal, und ich bin sicher, dass die meis­ten Bür­ger und Wäh­ler mir da zustim­men wür­den, wenn man ihnen ohne pro­pa­gan­dis­ti­sche Aus­las­sun­gen und Zuspit­zun­gen erklä­ren wür­de, wor­um es geht.

Aus die­sem Anlass kam ich auf die Idee, hier bei­spiel­haft ein paar Mate­ria­li­en zu sam­meln, die einen Ein­druck davon ver­mit­teln, wie und was die­se Bewe­gung ist. Eine sys­te­ma­ti­sche Dis­kus­si­on des Pro­blems fin­det sich in mei­nem Buch, natür­lich mit ent­spre­chen­den Quel­len; hier dage­gen will ich nicht viel dis­ku­tie­ren, son­dern in ers­ter Linie ein­fach sam­meln. Da ich auf Twit­ter ent­spre­chend inter­es­sier­ten Accounts fol­ge, bin ich mit einem stän­di­gen Strom von Wahn­sinn aus die­ser Rich­tung kon­fron­tiert. Ich den­ke dabei immer, das soll­ten alle wis­sen; wenn das alle wüss­ten, hät­ten wir eine ande­re (bezie­hungs­wei­se über­haupt eine) Dis­kus­si­on. Aber die Medi­en berich­ten nicht, bezie­hungs­wei­se wenn, dann nur in einer um jede Kon­tro­ver­se berei­nig­ten Form, die Cri­ti­cal Race Theo­ry kri­tik­los als All­heil­mit­tel für Ras­sis­mus bewirbt.

Aus sol­chem Medi­en­ver­sa­gen ent­ste­hen immer auch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stö­run­gen inner­halb der Bevöl­ke­rung. Wenn ich hier mei­ne Tex­te schrei­be, habe ich dabei den besag­ten Strom von Wahn­sinn vor Augen. Doch wenn Leser das nicht haben, weil ihnen wesent­li­che Tei­le der rele­van­ten Rea­li­tät von Medi­en und Poli­tik vor­ent­hal­ten wer­den, müs­sen die­se Leser den­ken, ich spin­ne. Ein sol­ches Medi­en­ver­hal­ten spal­tet die Bevöl­ke­rung, nicht nur bei die­sem Thema. 

Um wenigs­tens für die­ses Blog die Lücke ein wenig zu schlie­ßen, will ich hier also etwas Anschau­ungs­ma­te­ri­al sam­meln, auf das ich bei Bedarf ver­wei­sen kann. Es gäbe weit mehr, aber irgend­wo muss­te ich Schluss machen. Wer auf dem Lau­fen­den blei­ben will, dem emp­feh­le ich:

Für die theo­re­ti­schen Hin­ter­grün­de natür­lich New Dis­cour­ses und im deut­schen Kon­text die Face­book­sei­te Der Dis­kurs-Beob­ach­ter.

Und nun los.

Zuerst das Mate­ri­al aus oben genann­ter Coca-Cola-Schulung:

(Quel­le)

Es ist Miss­brauchs­ver­hal­ten. Die Opfer die­ser Schu­lung und die­ses Den­kens haben kei­ne Chan­ce, mit intak­ter Wür­de dar­aus her­vor­zu­ge­hen. Es wird ein­deu­tig gesagt, dass die wei­ße Haut­far­be mit den schlech­ten Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten von Bild 2 oben ver­bun­den sei, und dann dazu auf­ge­for­dert, »weni­ger weiß« zu sein. Dies gibt Jon­gen oben auch nicht ganz rich­tig wie­der. Es wird nicht nur auf­ge­for­dert, weni­ger arro­gant zu sein, son­dern dabei eben unter­stellt, dass über­mä­ßi­ge Arro­ganz mit dem Weiß­sein ein­her­ge­he. Man kann aber nicht »weni­ger weiß« sein, weil das Weiß­sein ange­bo­ren ist. Das heißt, man bleibt immer Täter.

Ein bekann­tes Extrem­bei­spiel für eine Fang­fra­ge lau­tet: »Schla­gen Sie Ihre Frau eigent­lich immer noch?« Das obi­ge ist eine Varia­ti­on davon, näm­lich die Auf­for­de­rung: »Ver­su­chen Sie, künf­tig Ihre Frau weni­ger oft zu schlagen«.

Die Her­aus­ge­ber des Buches »Race Trai­tor« von 1996 schrie­ben auf eine Leser­fra­ge, sie woll­ten »wei­ter auf den toten, wei­ßen Män­nern her­um­ha­cken, und den leben­den, und den Frau­en eben­falls, bis das sozia­le Kon­strukt, das man ›die wei­ße Ras­se‹ nennt, zer­stört ist – nicht ›dekon­stru­iert‹, son­dern zerstört«:

(Quel­le)

Hier die Stel­le bei Goog­le Books

Die­ser Klas­si­ker ist schon ein paar Jah­re alt. In einer »Antirassismus«-Schulung belehrt Ashl­eigh Shack­le­ford ihr wei­ßes Publi­kum dar­über, dass alle Wei­ßen ras­sis­tisch sei­en, nicht mensch­lich sei­en und dazu erzo­gen wür­den, »Dämo­nen« zu sein (Video).

Und du so, Instagram?

(Wur­de wohl gelöscht, sie­he aber hier und hier.)

Dazu passt, dass Face­book ent­schie­den hat, mehr Hass­re­de gegen Män­ner, Wei­ße und US-Ame­ri­ka­ner zuzu­las­sen als gegen ande­re Grup­pen. Davon scheint es viel zu geben.

Noch mehr Kunst:

Ähn­li­che Fan­ta­sien aus Deutschland:

Hier kann man aber den Medi­en nicht vor­wer­fen, sie wür­den das igno­rie­ren. Sie machen den Mann sofort zum Exper­ten für Zwischentöne:

Nach­wach­sen­de Unkräu­ter wie »mäch­ti­ge wei­ße Män­ner« bevor­zugt man in der aus­ster­ben­den Rolle:

»Aber es geht doch um Ver­hal­tens­wei­sen, nicht Men­schen!« War­um rei­tet man dann so pene­trant auf der Haut­far­be herum?

»Come­dy« In der BBC: »… when we say we want to kill whitey, we dont real­ly mean we want to kill whitey, we do (Haha­ha). But when we say we want to kill whitey, it’s like but not today. Whiteness is a capi­ta­list structure.«

Die Bot­schaft kommt an:

Das wol­len wir jetzt aber genau­er wis­sen. Was ist Whiteness? So ziem­lich alles, was die west­li­che Zivi­li­sa­ti­on aus­macht und ihren Erfolg sowie den Erfolg von Ein­zel­nen in ihr begründet.

Ähn­lich hier unter dem Eti­kett »White Supremacy«:

Kürz­lich schlug ein Doku­ment zum The­ma »Equi­ta­ble Math« Wel­len, was man grob mit »gerech­te Mathe­ma­tik« über­set­zen könn­te. Mathe­ma­tik ist näm­lich, Sie ahnen es: ras­sis­tisch! Das Pro­jekt hat nam­haf­te insti­tu­tio­nel­le Part­ner und wird unter ande­rem von der Bill & Melin­da Gates Foun­da­ti­on geför­dert (die macht so was schon län­ger).

Nun könn­te es ja sein, dass es ras­sis­ti­sche Mathe­leh­rer gibt, die schwar­ze Kin­der benach­tei­li­gen, und dann soll­te man etwas dage­gen tun. Aber dar­um geht es nicht. Son­dern zum Bei­spiel darum:

Wei­ße Vor­herr­schaft zeigt sich im Mathe­ma­tik­un­ter­richt, wenn nach der in Gän­se­füß­chen »rich­ti­gen« Ant­wort gesucht wird.

Und:

Wei­ße Vor­herr­schaft zeigt sich im Mathe­ma­tik­un­ter­richt, wenn Leh­rer leh­ren und Schü­ler lernen.

Das Doku­ment wur­de vom Depart­ment of Edu­ca­ti­on im Staat Ore­gon an dor­ti­ge Leh­rer ver­schickt. John McW­hor­ter weist dar­auf hin, dass sich der Ras­sis­mus hier auch gegen Schwar­ze rich­tet, denn die Kern­idee ist, dass die für »rich­ti­ge Ant­wor­ten« zu blöd sei­en. Glei­ches gilt für Pünkt­lich­keit, har­te Arbeit etc.

Im Som­mer 2020 begann auf Twit­ter eine »Kon­tro­ver­se« dar­über, ob 2+2=5 sein kön­ne, aus­ge­löst von dem Dok­to­ran­den Kare­em Carr und beru­hend auf dümm­li­chen Sophis­te­rei­en rund um die wenig auf­re­gen­de Erkennt­nis, dass Mathe­ma­tik nicht mit den Din­gen iden­tisch ist, die mit ihr beschrie­ben und berech­net wer­den. So könn­ten aus zwei Hüh­nern drei wer­den, wenn sie sich paa­ren, 1+1 kön­ne also 3 ergeben.

Doch weil es so gut in den Zeit­geist passt, bringt eine hypo­the­tisch seriö­se Publi­ka­ti­on wie »Popu­lar Mecha­nics« einen begeis­ter­ten Bei­trag über Carr und zeich­net die Gegen­sei­te als eng­stir­nig und bösartig.

Anfang 2021 folg­te noch ein­mal ein Porträt:

Damit hät­te die Wirk­lich­keit auch den gal­gen­hu­mo­ri­gen Witz ein­ge­holt, in dem Geor­ge Orwell aus dem Jen­seits ruft, dass »1984« nicht als Anlei­tung gemeint war.

Wen es inter­es­siert: Der Wokeness-Kri­ti­ker James Lind­say bil­de­te in die­ser Kon­tro­ver­se wesent­lich die Gegen­sei­te und schreibt hier aus­führ­lich zum The­ma 2+2=5.

Die New Yor­ker Leh­rer-Uni­on hat eine Black-Lives-Mat­ter-Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, mit der sie sich unter ande­rem zu dem Ziel bekennt, die Kern­fa­mi­lie zu zer­stö­ren (Link).

Das hat eine grau­sa­me Iro­nie, da kaput­te Fami­li­en und Vater­lo­sig­keit zu den schwers­ten Pro­ble­men der Schwar­zen in den USA gehören.

Leh­rer sor­gen sich, dass Eltern durch den vir­tu­el­len Unter­richt im Lock­down mit­be­kom­men könn­ten, wie ihre Kin­der indok­tri­niert wer­den. Die Sor­ge gilt pri­mär kon­ser­va­ti­ven Eltern, doch anschei­nend auch lin­ken, die einen gewis­sen Über­ei­fer zeigen:

Wäh­rend Gesprä­che über Ras­se mei­ne Spe­zia­li­tät sind und in die­ser Umge­bung ohne Wän­de ein Pro­blem blei­ben, den­ke ich vor allem an den Scha­den, den Heli­ko­pter-Eltern bei Gesprä­chen über Geschlecht/Sexualität anrich­ten kön­nen … Und wäh­rend »kon­ser­va­ti­ve« Eltern mei­ne Haupt­sor­ge sind, ist mir klar, dass der Scha­den auch von links kom­men kann. Wie sehr wol­len wir, dass sich auch noch Eltern von Klas­sen­ka­me­ra­den ein­mi­schen, wenn wir mit der chao­ti­schen Arbeit beschäf­tigt sind, den Ras­sis­mus, die Homo­pho­bie oder die Trans­pho­bie eines Kin­des zu destabilisieren?

Auch in Groß­bri­tan­ni­ens Schu­len brei­tet sich die Cri­ti­cal Race Theo­ry aus. Eltern wird mit­ge­teilt, es sei »gefähr­lich«, zu sagen, ihr Kind sei kein Rassist:

Dies und wei­te­re Quel­len in einem Thread von Andrew Doyle (Tita­nia McGrath) zum Thema.

Eine Leh­re­rin singt ein Liedchen:

Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um von Ari­zo­na legt Leh­rern nahe, mit Klein­kin­dern über Ras­se zu spre­chen – schon im Alter von drei Mona­ten blick­ten Säug­lin­ge lie­ber Gesich­ter an, deren Eth­ni­zi­tät der­je­ni­gen ihrer Bezugs­per­so­nen entspreche. 

Quel­le. Und ein Arti­kel dazu.

Span­nen­de Namen der Res­sour­cen, die hier ange­ge­ben sind, z. B. »Rai­sing Race Con­scious Chil­den« und »Embrace Race«. Neo­na­zi-Kal­le gefällt das.

2020 erschien von einer der füh­ren­den Stim­men des »Anti­ras­sis­mus«, Ibram X. Ken­di, das Buch »Anti­ra­cist Baby«.

In sei­nem berühm­ten Buch »How to Be an Anti­ra­cist« for­dert Ken­di ein Depart­ment of Anti­ra­cism, das mit nicht gewähl­ten Exper­ten besetzt sein und ein Veto­recht für alle Geset­ze haben soll (Spoi­ler: das wäre eine Dik­ta­tur), und erklärt, das ein­zi­ge Mit­tel gegen Dis­kri­mi­nie­rung sei Diskriminierung: 

The only reme­dy to racist discri­mi­na­ti­on is anti­ra­cist discri­mi­na­ti­on. The only reme­dy to past discri­mi­na­ti­on is pre­sent discri­mi­na­ti­on. The only reme­dy to pre­sent discri­mi­na­ti­on is future discrimination.

Im Som­mer 2020 spen­de­te Twit­ter-Chef Jack Dor­sey 10 Mil­lio­nen Dol­lar an Ken­di.

Der­sel­be Jack Dor­sey, der 2018 mit dem knap­pen Kom­men­tar »groß­ar­ti­ge Lek­tü­re« einen Arti­kel twit­ter­te, der argu­men­tiert, dass das Rin­gen der bei­den poli­ti­schen Lager nichts mehr brin­ge und eine Sei­te die ande­re end­gül­tig besie­gen müs­se, damit es vor­an­geht. Sie kön­nen sich den­ken, wel­che. Das nur am Rande.

Hier demons­triert Ken­di sei­ne Spe­zia­li­tät: Schwarz­weiß­den­ken, Kaf­ka­fal­len und Täter-Opfer-Umkehr.

Wenn man als Ras­sist bezeich­net wird und sagt: »Ich bin kein Ras­sist und es ist ver­let­zend, mich so zu nen­nen«, ist das ein schäd­li­cher, destruk­ti­ver, ver­let­zen­der Angriff auf den, der einen »Ras­sist« genannt hat. Dass der Vor­wurf immer zutrifft, setzt Ken­di voraus.

Der Mann kas­siert für einen 45-minü­ti­gen Vor­trag mit 15-minü­ti­ger Fra­ge­run­de schon mal 20.000 Dol­lar von einer öffent­li­chen Schu­le. Bei Robin DiAn­ge­lo gel­ten ähn­li­che Tari­fe.

Der Schul­be­zirk Buf­fa­lo im Staat New York hat einen radi­ka­len Lehr­plan ein­ge­führt, der dar­auf zielt, »Kri­ti­sches Bewusst­sein« bei den Schü­lern zu erzeu­gen (d. h. sie zu Revo­lu­tio­nä­ren zu erzie­hen) und eben­falls früh beginnt:

Im Kin­der­gar­ten for­dern Leh­rer die Kin­der auf, ihre Haut­far­be mit den Far­ben auf­ge­reih­ter Bunt­stif­te zu ver­glei­chen, und füh­ren ein Video vor, aus dem in dra­ma­ti­sier­ter Form ver­stor­be­ne schwar­ze Kin­der zu ihnen über die Gefah­ren spre­chen, durch »ras­sis­ti­sche Poli­zei und staat­lich sank­tio­nier­te Gewalt« getö­tet zu werden.

(Quel­le)

Hier als Kon­text noch ein­mal die­se Grafik:

Wei­te­re Zah­len: Auf die Fra­ge, wie vie­le unbe­waff­ne­te schwar­ze Män­ner 2019 von der Poli­zei getö­tet wur­den, schätz­ten mehr als 20 Pro­zent der­je­ni­gen, die sich »sehr weit links« posi­tio­nier­ten, 10.000 oder mehr. Noch etwa 12 Pro­zent der mode­rat Lin­ken teil­ten die­se Einschätzung.

Die tat­säch­li­che Zahl ist den bes­ten ver­füg­ba­ren Daten­ban­ken zufol­ge 11 (zur Abfra­ge unten ent­spre­chen­de Para­me­ter aus­wäh­len) bzw. 27.

In der High School wird Whiteness im Klas­sen­raum bekämpft:

(Quel­le)

In Cup­er­ti­no, Kali­for­ni­en, wur­de Grund­schü­lern gelehrt, dass sie in einer »domi­nan­ten Kul­tur wei­ßer, gebil­de­ter, cisgender‑, fähig-bekör­per­ten Chris­ten« leb­ten, die die­se Kul­tur »erschaff­ten und auf­rech­terhiel­ten«, um sich »Macht anzu­eig­nen und an der Macht zu bleiben«.

Sie lern­ten das Kon­zept der Inter­sek­tio­na­li­tät und tru­gen die inter­sek­tio­na­len Merk­ma­le ihrer Per­son auf einer »Iden­ti­täts­kar­te« ein, wo sie die­je­ni­gen Eigen­schaf­ten ein­krin­geln soll­ten, die mit Macht und Pri­vi­le­gi­en ver­bun­den seien.

Was Inter­sek­tio­na­li­tät betrifft, emp­feh­le ich am Ran­de die­sen Arti­kel:

In Cup­er­ti­no haben Eltern auf Initia­ti­ve von Fami­li­en mit asia­ti­schen Wur­zeln gemein­sam pro­tes­tiert und die Ver­wen­dung die­ses Mate­ri­als vor­erst gestoppt. Der Jour­na­list Chris­to­pher Rufo dazu:

Ein Eltern­teil erzähl­te mir, dass die kri­ti­sche Ras­sen­theo­rie an die chi­ne­si­sche Kul­tur­re­vo­lu­ti­on erin­ne­re. »[Sie teilt die Gesell­schaft in] Unter­drü­cker und Unter­drück­te ein, und da die­se Iden­ti­tä­ten ange­bo­re­ne Merk­ma­le sind, die Men­schen nicht ändern kön­nen, bleibt als ein­zi­ge Mög­lich­keit, sie zu ändern, die gewalt­sa­me Revo­lu­ti­on«, sag­te die Per­son. »Da ich in Chi­na auf­ge­wach­sen bin, habe ich es oft erlebt. Das Ergeb­nis ist, dass die Fami­lie aus­ein­an­der­ge­ris­sen wird; Ehe­mann hasst Ehe­frau, Kin­der has­sen Eltern. Ich glau­be, hier hat es auch schon angefangen.«

Inzwi­schen gibt es auch Kla­gen vor Gericht gegen die ritua­lis­ti­schen Demü­ti­gun­gen, denen wei­ße Schü­ler unter­zo­gen werden.

Der Klä­ger Wil­liam Clark war ver­pflich­tet, sich des »inter­na­li­sier­ten Pri­vi­legs« schul­dig zu beken­nen, das »die Annah­me eines Glau­bens an die inne­woh­nen­de Unter­le­gen­heit der (ent­spre­chen­den) unter­drück­ten Grup­pe« sowie »an die inne­woh­nen­de Über­le­gen­heit oder Nor­ma­li­tät der eige­nen pri­vi­le­gier­ten Grup­pe« beinhal­te. Als männ­li­che Per­son waren Wil­liam Clarks Iden­ti­tä­ten »bos­haft und unge­recht« und »falsch«, unab­hän­gig davon, ob er sich die­ser behaup­te­ten Tat­sa­chen bewusst war und ob er per­sön­lich für ent­spre­chen­de Hand­lun­gen oder Unter­las­sun­gen ver­ant­wort­lich war. …

Wil­liam Clark lebt bei sei­ner schwar­zen, behin­der­ten Mut­ter; der wei­ße Vater ver­starb, als er noch jung war. Auf­grund sei­ner hel­len Haut wird er als weiß gese­hen. Neben der Schu­le arbei­tet er in einem Fast-Food-Restau­rant, um sei­ne Mut­ter und zwei Geschwis­ter zu unter­stüt­zen. Er wei­ger­te sich, sich als pri­vi­le­gier­ter Unter­drü­cker schul­dig zu beken­nen, der Leh­rer ließ ihn dafür durch­fal­len und die Mut­ter ver­klag­te die Schule. 

Hier ein Arti­kel zu dem Pro­zess; und hier ein ande­rer Fall.

Eine New Yor­ker Schu­le ver­teil­te Mate­ri­al »zur Refle­xi­on« an Eltern und Schü­ler, in dem acht »wei­ße Iden­ti­tä­ten« unter­schie­den wur­den, deren höchs­te und erstre­bens­wer­tes­te die des »Wei­ßen Aboli­tio­nis­ten« ist, der das Weiß­sein abbauen/einreißen will »und es nicht zulässt, dass das Weiß­sein sich wie­der Gel­tung verschafft«:

In Kali­for­ni­en wird aktu­ell ein »Eth­nic Stu­dies«-Lehr­plan bera­ten, der neben der übli­chen Dämo­ni­sie­rung wei­ßer Euro­pä­er mar­xis­tisch-azte­ki­sche Kriegs­ge­sän­ge ent­hält, die Stu­den­ten anstim­men sollen.

Wenn man mal nicht sicher ist, kann man hier bequem nach­gu­cken, wer pri­vi­le­giert und wer unter­drückt ist:

Ali­ce Has­ters hat eine Art deut­sches Pen­dant zu »White Fra­gi­li­ty« geschrieben …

… und ser­viert auf Twit­ter neu­es­te Erkennt­nis­se der Rassentheorie:

Im Tages­the­men-Kom­men­tar stellt sie fest: »Offen­sicht­lich ist, was die­ses Land plagt: Ras­sis­mus«. Sie for­dert, »Kitas, Schu­len und Kin­der­gär­ten in die Pflicht zu neh­men«.

Gibt es denn dann vor­her eine offe­ne Dis­kus­si­on? Bestimmt, so wie hier:

Fol­gen­de Instruk­tio­nen aus dem öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk sind so phra­sen­haft ste­reo­typ und gedan­ken­leer, dass ich nicht anders kann, als sie mit Robo­ter­stim­me zu lesen:

Der Kanal scheint gelöscht wor­den zu sein. Womög­lich eine gute Entscheidung.

Im Novem­ber 2020 ver­öf­fent­lich­te die mut­maß­li­che US-Prä­si­den­tin Kama­la Har­ris ein Video über »Equa­li­ty« und »Equi­ty«. Equa­li­ty bedeu­te, dass alle das Glei­che bekä­men, was aber unfair sei, weil nicht alle von der­sel­ben Posi­ti­on star­te­ten. Statt­des­sen müs­se man jedem geben, was er brau­che, und dann kämen alle am sel­ben Ort her­aus. Ziel ist also Ergebnisgleichheit.

För­de­rung der­je­ni­gen, die För­de­rung brau­chen – das klingt natür­lich gut. Wenn man aber Ergeb­nis­gleich­heit als Ziel aus­ruft oder behaup­tet, wenn es Chan­cen­gleich­heit gebe, gebe es auch Ergeb­nis­gleich­heit, ent­steht ein Pro­blem. Ich habe es ein­mal so for­mu­liert:

Wenn man die Idee der Gleich­heit ver­ab­so­lu­tiert, wird es bru­tal. Der letzt­end­li­che Grund dafür ist, dass es viel leich­ter ist, Star­ke schwä­cher zu machen, als Schwa­che stär­ker zu machen.

Wenn man sich ein­mal auf Ergeb­nis­gleich­heit ver­pflich­tet hat und fest­stellt, dass es nicht so leicht ist, alle zu glei­chem Erfolg zu befä­hi­gen, dann bleibt einem nichts ande­res übrig, als die Stär­ke­ren auszubremsen.

Ergo haben Schu­len in Bos­ton die übli­chen Son­der­kur­se für Fort­ge­schrit­te­ne abge­sagt, weil ver­schie­de­ne Grup­pen in ihnen nicht gleich reprä­sen­tiert waren. Ergo brau­chen wir auch »anti­ras­sis­ti­sche Beno­tung«:

Wenn wir glau­ben, dass man­che Kin­der klü­ger sind, ist Beno­tung trau­ma­ti­sie­rend. (Man erfährt trotz meh­re­rer Nach­fra­gen nicht, wie »anti­ras­sis­ti­sche Beno­tung« funk­tio­nie­ren sol­le, er wirft nur eine Men­ge Nebel, erklärt alles für kon­stru­iert und betont, dass man die aktu­el­le Pra­xis zer­stö­ren müsse.)

Dem­entspre­chend ste­hen auch stan­dar­di­sier­te Tests unter Beschuss. Ali­son Col­lins, Mit­glied im Vor­stand einer gro­ßen High School in San Fran­cis­co, erklärt:

Wenn wir über Leis­tung spre­chen, über Meri­to­kra­tie und ins­be­son­de­re Meri­to­kra­tie auf Basis stan­dar­di­sier­ter Tests … das sind ras­sis­ti­sche Sys­te­me … Sie kön­nen nicht über sozia­le Gerech­tig­keit spre­chen und dann sagen, Sie wol­len eine selek­ti­ve Schu­le, die bestimm­te Kin­der aus Vier­teln fern­hält, die Sie für gefähr­lich halten.

Auch das ist Equi­ty: Wer soll zuerst geimpft wer­den? Nicht die Alten, denn die sind häu­fig weiß; wir kön­nen hier ein biss­chen für glei­che Ver­hält­nis­se sorgen.

Lehr­kräf­te einer Schu­le in Man­hat­ten woll­ten mit der Revo­lu­ti­on nicht mehr war­ten und stell­ten einen acht­sei­ti­gen »anti­ras­sis­ti­schen« For­de­rungs­ka­ta­log an die Schu­le. Ein paar der Forderungen:

Die Demo­kra­ten haben in Kali­for­ni­en 2020 mit Pro­po­si­ti­on 16 einen Ver­such unter­nom­men, einen Ver­fas­sungs­zu­satz abzu­schaf­fen, der Arti­kel 3, Absatz 3 des deut­schen Grund­ge­set­zes ähnelt – das Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung oder Bevor­zu­gung nach Ras­se, Geschlecht und wei­te­ren Merkmalen. 

(Link)

Das Vor­ha­ben ist in der Volks­ab­stim­mung geschei­tert, 57,32 Pro­zent der Wäh­ler haben mit nein gestimmt.

Die New York Times rief vor­her dazu auf, zuzu­stim­men, und bezeich­ne­te das Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot als schwe­ren Fehler.

Die Uni­ver­si­ty of Cali­for­nia erklär­te sich nach dem Schei­tern der Abstim­mung ent­täuscht.

Der Schul­be­zirk Sacra­men­to wirbt für »Ras­si­sche Affi­ni­täts­grup­pen« als Metho­de anti­ras­sis­ti­scher – ja, wie soll man es nen­nen – Therapie?

Ras­si­sche Affi­ni­täts­grup­pen bil­den eine Struk­tur für Fra­gen und kön­nen vie­len Bedürf­nis­sen ent­ge­gen­kom­men. Sie hel­fen uns zu erkun­den, was ver­bo­ten, ver­ges­sen und nicht geheilt wur­de. Zum Bei­spiel kön­nen wei­ße Men­schen in ras­si­schen Affi­ni­täts­grup­pen gemein­sam ihre Grup­pen­iden­ti­tät ent­de­cken. Sie kön­nen ras­si­sche Soli­da­ri­tät und Empa­thie kul­ti­vie­ren und ein­an­der im Erle­ben des Unbe­ha­gens, der Ver­wir­rung und der Taub­heit unter­stüt­zen, die oft das wei­ße ras­si­sche Erwa­chen begleiten.

Neo­na­zi-Kal­le gefällt das.

Scherz am Rande:

Die Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung bemüht sich auf Insta­gram nach Kräf­ten, Jugend­li­che zu anti­li­be­ra­len Post­mo­der­nis­ten und stram­men Neo­ras­sis­ten auszubilden.

Eine Anek­do­te von Robin DiAn­ge­lo über eine Art Erwe­ckungs­er­leb­nis hilft, die­se Denk­wei­se zu verstehen. 

Schwar­ze Kol­le­gin sagt: »Du unter­brichst mich immer, das ist Rassismus«. 

Sie: »Nein, ich unter­bre­che Leu­te gene­rell, das ist ein­fach mei­ne Persönlichkeit.«

Ant­wort: »Aber wenn du es mit mir machst, ist es Ras­sis­mus, weil ich es schon so oft erlebt habe.« 

Das fand sie einleuchtend. 

Men­schen gleich zu behan­deln ist dem­nach ras­sis­tisch, weil es ihre unglei­chen Erfah­run­gen nicht reflek­tiert. Da man ihre indi­vi­du­el­len Erfah­run­gen nicht kennt, bleibt einem dann nur übrig, Men­schen nach Grup­pen­ste­reo­ty­pen zu behan­deln, was viel mehr eine unge­rech­te und redu­zie­ren­de Beur­tei­lung bedeu­tet als die schröck­li­che far­ben­blin­de Prä­mis­se »wir bei­de sind Men­schen«, aber es hat ja auch nie­mand behaup­tet, dass es im Neo­ras­sis­mus ratio­nal oder human zugehe.

Weih­nach­ten ist rassistisch:

Und chris­to­nor­ma­tiv:

Andert­halb Jah­re frü­her stell­te ein vom bri­ti­schen Außen­mi­nis­ter Jere­my Hunt in Auf­trag gege­be­ner Bericht fest, dass die welt­wei­te Chris­ten­ver­fol­gung einem Geno­zid nahe­kom­me. Hunt:

Was wir in die­ser Atmo­sphä­re poli­ti­scher Kor­rekt­heit ver­ges­sen haben, sind tat­säch­lich die Chris­ten, die ver­folgt wer­den, die zu den ärms­ten Men­schen auf dem Pla­ne­ten gehören. 

Der Twit­ter-Blau­ha­ken, Autor und bei Medi­en gefrag­te Exper­te macht sich auch ander­wei­tig Gedan­ken über mög­li­che Lösun­gen der Weißenfrage:

In der taz weist er auf die unter­schätz­te Gefahr hin, die von wei­ßen Frau­en, Fach­aus­druck »White Women«, aus­geht, die allein im Park unter­wegs sind und dort Grup­pen von jun­gen Män­nern beläs­ti­gen, die sich auf Ara­bisch unterhalten.

Die Lek­tü­re ist eine ganz eige­ne Erfah­rung. Ein biss­chen wie einer die­ser schrä­gen Träu­me, nach denen man befrem­det denkt: »Was war das denn für ein Scheiß?«

Auch in den USA machen die wei­ßen Frau­en Pro­ble­me. Zum Bei­spiel, weil sie Trump wäh­len, was nicht nach Plan ist, weil der doch toxi­sche Männ­lich­keit und White Supre­ma­cy ver­kör­pert. So nicht!

Aber es gibt auch noch ande­re Mög­lich­kei­ten, damit umzu­ge­hen, dass Frau­en und Ange­hö­ri­ge von Min­der­hei­ten­grup­pen in uner­war­tet-uner­wünscht hoher Zahl Trump gewählt haben. Man kann es zum Bei­spiel wie die New York Times als Beweis dafür neh­men, wie mäch­tig das wei­ße Patri­ar­chat ist.

(Link)

Das Ver­mö­gen von Oprah Win­frey wird auf 3,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar geschätzt.

Im Juni 2020 belehr­te die US-ame­ri­ka­ni­sche Sesam­stra­ße Kin­der über Ras­sis­mus und Black Lives Matter.

Kon­text:

Berühmt wur­de das CNN-Framing der Pro­tes­te als »feu­rig, aber über­wie­gend fried­lich« vor Flammenkulisse:

Ein paar O‑Töne:

Von der Ama­deu-Anto­nio-Stif­tung:

Wer kennt ihn nicht, den alten Witz?

»Ich bin weiß und habe Ras­sis­muser­fah­run­gen gemacht.«

»Kann nicht sein.«

»War­um nicht?«

»Weil du weiß bist.«

»Was ist weiß?«

»Weiß ist die Posi­ti­on, in der man kei­ne Ras­sis­muser­fah­run­gen macht.«

Eine Rechts­pro­fes­so­rin hat eine Metho­de ent­wi­ckelt, die Whiteness und den Whiteness-Über­schuss von Law Schools zu berechnen.

Apro­pos Law School, hier beginnt ein Online­tref­fen einer sol­chen damit, dass jeder sei­nen Ras­sis­mus eingesteht:

Das Cen­ter for Social Jus­ti­ce and Inclu­si­on einer Uni­ver­si­tät lädt zum Zoom-Kaf­fee ein – POC und Nicht-POC getrennt:

Nach Eth­ni­zi­tät und sexu­el­ler Ori­en­tie­rung getrenn­te (Online-) Abschlussfeiern:

Noch mehr Rassentrennung:

»DEI« (böse Zun­gen: »DIE«) steht für Dive­ris­ty, Equi­ty, Inclu­si­on und Rassentrennung.

In den letz­ten Wochen und Mona­ten mehr­ten sich ras­sis­ti­sche Angrif­fe auf Asia­ten in den USA. Die Täter sind teil­wei­se Schwar­ze und die Fra­ge steht in der Luft, ob ras­sis­ti­sche Moti­ve im Spiel sind. Akti­vis­ten beei­len sich zu beto­nen, dass auch in die­sen Fäl­len die White Supre­ma­cy schuld sei und Poli­zei­prä­senz kei­ne Lösung sein kön­ne, da die­se die schwar­zen Com­mu­ni­tys gefährde. 

Asia­ten sind auf­grund ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit und ihres sozia­len Erfolgs schon län­ger durch Affir­ma­ti­ve Action benach­tei­ligt und gera­ten (ähn­lich wie Juden) ins Faden­kreuz der Cri­ti­cal Race Theory. 

Für Fol­gen­des muss man wis­sen: »Chink« ist ein ras­sis­ti­sches Schimpf­wort für Asia­ten, das etwa dem deut­schen »Schlitz­au­ge« entspricht.

Frem­de Leu­te has­sen, weil sie nichts über das Lei­den des Has­sen­den wis­sen – das nennt man neben­bei bemerkt Nar­ziss­mus. Nun aber die Pointe:

Am 23. Febru­ar ließ ein offe­ner Brief einer Ver­ei­ni­gung von chi­ne­sisch­stäm­mi­gen Ame­ri­ka­nern, der Chi­ne­se Ame­ri­can Citi­zens Alli­an­ce Grea­ter New York (CACAGNY), an Klar­heit nichts zu wün­schen übrig. Auszüge: 

Cri­ti­cal Race Theo­ry ist ein hass­erfüll­ter, spal­te­ri­scher, mani­pu­la­ti­ver Betrug. … Hate Groups und ihre Ver­bün­de­ten in Poli­tik, Medi­en und Bil­dung ver­kau­fen CRT als Anti­ras­sis­mus und Viel­falt, Gleich­heit und Inklu­si­on, aber sie ist genau das Gegen­teil. CRT ist von Grund auf ras­sis­tisch, unter­drü­cke­risch, dis­kri­mi­nie­rend und spalterisch.

Chi­ne­si­sche Ame­ri­ka­ner sind Peop­le of Color und star­ten auf der unter­drück­ten Sei­te des Binär­sys­tems der CRT. Doch da wir Dis­kri­mi­nie­rung über­win­den und Auf­wärts­mo­bi­li­tät errei­chen, sind wir durch unse­re angren­zen­de Posi­ti­on (»adja­cen­cy«) nun weiß. In New York haben Ran­da­lie­rer von Black Lives Mat­ter mit CRT-Schil­dern unse­re Demons­tra­ti­on für ein leis­tungs­ori­en­tier­tes Bil­dungs­sys­tem ange­grif­fen. Wir sind ins Faden­kreuz der CRT geraten.

Für die Top-Uni­ver­si­tä­ten ver­wen­det die CRT den Trick von holis­ti­schen, auf mul­ti­plen Kri­te­ri­en beru­hen­den Zulas­sun­gen, was es Har­vard ermög­licht, Asia­ten zurück­zu­wei­sen, die bes­se­re aka­de­mi­sche und außer­aka­de­mi­sche Qua­li­fi­ka­tio­nen mit­brin­gen als zuge­las­se­ne Bewer­ber. Obwohl sie sie nie getrof­fen haben, kom­men die Zustän­di­gen in Har­vard irgend­wie zu dem Schluss, dass es den asia­ti­schen Bewer­bern an Inte­gri­tät und Mut feh­le – in direk­tem Wider­spruch zu Eva­lua­tio­nen von Per­so­nen, die sie getrof­fen und befragt haben, und von Leh­rern, die sie seit Mona­ten oder sogar Jah­ren ken­nen. Wenn das kei­ne Hass­re­de ist, Asia­ten so zu ver­leum­den, was dann? Nen­nen wir es Viel­falt, Gleich­heit und Inklusion.

Und dann war da noch die­se Cam­bridge-Pro­fes­so­rin mit hei­ßen Meinungen:

Cam­bridge hät­te sicher auch die geset­zes­kon­for­men Mei­nun­gen von ande­rer Sei­te so prin­zi­pi­en­haft ver­tei­digt; sagen wir, so etwas wie All Lives Mat­ter.

Gopal wur­de kurz nach die­sen Tweets plan­ge­mäß zur Pro­fes­so­rin beför­dert.

Im Som­mer 2020 wur­de bekannt, dass die männ­li­chen, wei­ßen Mit­ar­bei­ter der San­dia Labs, des wich­tigs­ten Nukle­ar­for­schungs­zen­trums der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, auf eine drei­tä­gi­ge Schu­lung geschickt wur­den, um ihr weiß-männ­li­ches Pri­vi­leg zu che­cken. Aus den Materialien:

In einem Nukle­ar­for­schungs­zen­trum »har­te Arbeit« und das Stre­ben nach »voll­stän­di­ger Auf­ga­ben­er­fül­lung« und »Erfolg« ver­teu­feln – gut, kann man machen.

Am 3. Juli 2020 ver­kün­de­te das Deut­sche Zen­trum für Inte­gra­ti­ons- und Migra­ti­ons­for­schung (DeZIM), dass es in den nächs­ten drei Jah­ren ins­ge­samt 9 Mil­lio­nen Euro von der Bun­des­re­gie­rung erhal­te, um einen »Ras­sis­mus­mo­ni­tor« zu erstellen. 

Der Geschäfts­stel­len­lei­ter des Ras­sis­mus­mo­ni­tors ist ein gro­ßer Freund Europas:

Che­fin des DeZIM ist Nai­ka Fou­ru­tan, die außer­dem Pro­fes­so­rin an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät ist. Sie ist der Mei­nung, Ange­la Mer­kel sei »emo­tio­nal anti­ras­sis­tisch (im Gegen­satz zu vie­len, die ratio­nal anti­ras­sis­tisch sind, aber emo­tio­nal kip­pen)«. Und sonst so?

In einer Ket­te von 34 Tweets lis­tet Tita­nia McGrath »Din­ge, die ras­sis­tisch sind« auf. Fol­ge 1: Golf, Schlaf­zim­mer, Jesus, Schach.

Das Emp­feh­lungs­por­tal Yelp will Unter­neh­men kenn­zeich­nen, die des Ras­sis­mus beschul­digt werden.

Bro­ke: Nähr­stoff­am­pel für Lebensmittel.

Woke: Ras­sen­kenn­zeich­nung für Lebensmittel.

Kauft nicht bei Weißen.

Unter­neh­men plap­pern so bewusst­los den US-Dis­kurs nach, dass sie sich in Lon­don oder Japan Quo­ten für »Afri­can Ame­ri­cans« in der Beleg­schaft geben.

Biss­chen Psy­cho­pa­thie – Ent­schul­di­gung: Psy­cho­the­ra­pie gefällig?

Das bezieht sich auf die Aus­schrei­tun­gen am US-Capi­tol am 6. Janu­ar 2021. Die­se The­ra­peu­tin sagt, wenn man zu einer der erwähn­ten Min­der­hei­ten­grup­pen gehö­re, dann sei die­ses Ereig­nis für einen trau­ma­tisch gewesen. 

Sie lie­ben das Wort »trau­ma­tisch«. Alles ist traumatisch.

Es gibt eine gan­ze Strö­mung von Psy­cho­the­ra­peu­ten, die die­se Leh­re ange­nom­men haben und – wie jede Sek­te es tut – die psy­chi­sche Schwä­che und Ver­letz­lich­keit von Men­schen aus­beu­ten, um die­se Men­schen in ein Glau­bens­sys­tem hin­ein­zu­zie­hen. Wo ein rich­ti­ger The­ra­peut sagt: »Sehen wir uns dein Pro­blem mal an, damit wir es lösen kön­nen«, sagen die­se: »Sehen wir uns dein Pro­blem mal an, damit wir erken­nen, dass es von unter­drü­cke­ri­schen Macht­struk­tu­ren her­rührt, die es zu bekämp­fen gilt«. 

Es ist Anti-The­ra­pie. Eben­so wie die Trig­ger­war­nun­gen über­all, die einen wie obi­ges Pos­ting stän­dig dazu drän­gen, alles als trau­ma­tisch zu erleben. 

Auf Twit­ter führ­te jemand fol­gen­de Gra­fik an, die von einem ech­ten the­ra­peu­ti­schen Stand­punkt aus vor Denk­wei­sen warnt, die nicht hilf­reich und der see­li­schen Gesund­heit nicht för­der­lich sind. Mehr als die Hälf­te davon sind gera­de­zu cha­rak­te­ris­tisch für Social-Justice-Ideologie:

Das 12-Schrit­te-Pro­gramm ist ein bekann­tes Kon­zept für die Arbeit von Selbst­hil­fe­grup­pen, das in den 1930er Jah­ren von den Anony­men Alko­ho­li­kern ent­wi­ckelt und spä­ter auch auf ande­re Süch­te und Lebens­pro­ble­me über­tra­gen wur­de. Zuletzt natür­lich auch auf Ras­sis­mus und das Weiß­sein. Goog­le för­dert vie­le Bei­spie­le zutage.

Natha­ni­el McGui­re, Anbie­ter »post­mo­der­ner The­ra­pie« (kein Witz), meint:

Was, wenn Ras­sis­mus eine [psy­chi­sche] Stö­rung ist und die Mehr­heit der wei­ßen Bevöl­ke­rung die­se Stö­rung hat? Sie haben eine psy­chi­sche Krank­heit und wis­sen es nicht einmal.

Spä­ter bezeich­net er die­se Stö­rung als »post­trau­ma­ti­sche Sklavenmeister-Störung«.

(Quel­le)

Am 1. Sep­tem­ber 2020 ver­kün­de­te die maß­geb­li­che US-Ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­gen­ver­ei­ni­gung APA, die unter ande­rem für die Lizen­zie­rung der meis­ten kli­ni­schen Psy­cho­lo­gen zustän­dig ist:

Poli­zei­ge­walt mag der Aus­lö­ser eine Wel­le von Pro­tes­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und dar­über hin­aus gewe­sen sein, aber die »Ras­sis­muspan­de­mie« – ein Begriff, den APA-Prä­si­den­tin San­dra Shul­l­man, PhD, für die stän­dig neu­en Schä­den ver­wen­det, die durch Ras­sis­mus ent­ste­hen – geht weit tie­fer. Die Ungleich­hei­ten von heu­te, so Psy­cho­lo­gen, sind tief in unse­rer Ver­gan­gen­heit ver­wur­zelt, und der Sta­tus quo ist nicht mehr hin­zu­neh­men. »Jede Insti­tu­ti­on in Ame­ri­ka ist aus dem Blut der weiß-supre­ma­tis­ti­schen Ideo­lo­gie und des Kapi­ta­lis­mus gebo­ren – und das ist die Krank­heit«, sagt The­o­pia Jack­son, PhD, Prä­si­den­tin der Asso­cia­ti­on of Black Psy­cho­lo­gists (ABPsi).

Im gan­zen Land wird dar­über dis­ku­tiert, wie sich ech­ter sys­te­mi­scher Wan­del errei­chen lässt. Psy­cho­lo­gi­sche For­schung, Behand­lung und Initia­ti­ve kann und soll­te ein wich­ti­ger Teil der Lösung sein. 

James Lind­say twit­ter­te die­se Lis­te von der Orga­ni­sa­ti­on Geno­ci­de Watch:

2+2=4.

Ich möch­te den­noch posi­tiv enden, und zwar mit ein paar kur­zen Vide­os. Mei­ner Ansicht kann das nur auf­hö­ren, wenn nor­ma­le, nicht ras­sis­ti­sche, nicht psy­cho­pa­thi­sche Men­schen, die die gro­ße Mehr­heit bil­den, anfan­gen, zu wider­spre­chen. Und da sind ers­te Anzei­chen zu sehen.

Eine Leh­re­rin einer öffent­li­chen Schule:

Eine Gefeu­er­te:

Ein Autor:

Ein Hoch­schul­do­zent:

Eine Staats­se­kre­tä­rin:

Und ein Kampf­sport­ler, der mehr Weis­heit besitzt als 100 Pro­fes­so­ren unse­rer Zeit.

Hier war der Bei­trag ursprüng­lich vor­bei, aber ich habe mich ent­schie­den, vor­erst wei­ter­zu­sam­meln. Da kommt so viel und ich will das irgend­wie dokumentieren.

Update vom 18. März

Mehr als 160.000 Men­schen füh­len irgend­wie, dass die keto­ge­ne Ernäh­rung ras­sis­tisch ist:

Der Dai­ly Wire berich­tet über eine Face­book-Grup­pe, in der sich Leh­rer, Mit­ar­bei­ter der öffent­li­chen Ver­wal­tung und Akti­vis­ten orga­ni­sie­ren, um Eltern zu bekämp­fen, die sich gegen Cri­ti­cal Race Theo­ry äußern oder enga­gie­ren. Auszüge:

Eine Grup­pe ehe­ma­li­ger und aktu­el­ler Leh­rer und ande­rer Per­so­nen in Lou­do­un Coun­ty, Vir­gi­nia, haben eine lan­ge Lis­te mit Namen von Eltern erstellt, die unter Ver­dacht ste­hen, nicht mit Maß­nah­men des Schul­sys­tems ein­ver­stan­den zu sein, zu denen die Ver­mitt­lung kon­tro­ver­ser Ansät­ze rund um »Ras­se« gehört – mit dem erklär­ten Ziel, »zu infil­trie­ren«, durch Hacker die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Eltern zu unter­bin­den und »die­se Leu­te öffent­lich bloßzustellen«.

Mit­glie­der einer 624-köp­fi­gen pri­va­ten Face­book-Grup­pe namens »Anti­ras­sis­ti­sche Eltern von Lou­do­un Coun­ty« benann­ten Eltern und plan­ten Spen­den­ak­tio­nen und ande­re Off­line-Akti­vi­tä­ten gegen sie. Eini­ge ver­wen­de­ten Pseud­ony­me, aber The Dai­ly Wire hat sie die Grup­pe als Sam­mel­punkt ein­fluss­rei­cher Per­so­nen aus dem wohl­ha­ben­den Bezirk außer­halb von DC iden­ti­fi­ziert, ein­schließ­lich Schul­per­so­nal und gewähl­ter Politiker.

Die Abtei­lung für straf­recht­li­che Ermitt­lun­gen des She­riffs prüft die Ange­le­gen­heit – doch die Akti­vi­tä­ten der Grup­pe sind für die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den womög­lich kei­ne Über­ra­schung, denn der Staats­an­walt des Bezirks, der mit 845.000 US-Dol­lar Unter­stüt­zung von Geor­ge Soros knapp gewählt wur­de, scheint selbst Mit­glied der Face­book-Grup­pe zu sein.

Gleich­zei­tig gewann eine ande­re Grup­pe von Eltern Zulauf, die befürch­te­ten, dass es Tole­ranz und Har­mo­nie eher ver­rin­ge­re als ver­bes­se­re, wenn klei­ne Kin­der sich zu sehr auf Ras­se kon­zen­trie­ren. Grup­pen namens Vir­gi­nia Pro­ject und Par­ents Against Cri­ti­cal Theo­ry ver­an­stal­te­ten am 7. März ein Webi­nar mit dem Titel »Was ist CRT und wie wirkt sie sich auf die Schu­len in Lou­do­un Coun­ty aus?«.

»Ich woll­te mit­tei­len, dass ich sehr besorgt bin, dass die [Anti-] CRT-Bewe­gung, in Erman­ge­lung eines bes­se­ren Namens, Unter­stüt­zung gewinnt«, schrieb [Beth] Barts am 12. März in der »anti­ras­sis­ti­schen« Face­book-Grup­pe. Sie suche nach Mög­lich­kei­ten, »Aus­sa­gen und Maß­nah­men anzu­pran­gern, die unse­ren gemein­sa­men Plan zur Been­di­gung des sys­te­mi­schen Ras­sis­mus untergraben.«

Als Ant­wort dar­auf schrieb eine ein­hei­mi­sche Mut­ter namens Jen Durham einen Bei­trag, unter dem sich ein lan­ger Strang von Kom­men­ta­ren ansam­mel­te. Sie schrieb:

»Dies ist ein Auf­ruf an Frei­wil­li­ge, die hel­fen wol­len, die Anti-CRT-Akti­vi­tä­ten der P.A.C.T.-Leute, die sto­plcp­s­crt-Web­site und der­glei­chen zu bekämp­fen. Ich suche nach Leu­ten, die dar­an inter­es­siert sind, durch Orga­ni­sa­ti­on, Füh­rung, Umset­zung und Spen­den bei fol­gen­den Punk­ten zu helfen:

- Infor­ma­tio­nen sam­meln (Com­mu­ni­ty-Mai­ling­lis­ten, Lis­te der Per­so­nen, die in der Anti-CRT-Bewe­gung das Sagen haben, Lis­ten der ört­li­chen Gesetz­ge­ber / Verantwortlichen)

- Infil­trie­ren (gefälsch­te Online-Pro­fi­le anle­gen und die­sen Grup­pen bei­tre­ten, um Infor­ma­tio­nen zu sam­meln und zu kom­mu­ni­zie­ren; Hacker, die ihre Web­sites ent­we­der lahm­le­gen oder auf pro-CRT- / anti­ras­sis­ti­sche Infor­ma­ti­ons­web­sei­ten umlei­ten können)

- Infor­ma­tio­nen ver­brei­ten (die­se Per­so­nen öffent­lich bekannt machen, Online-Peti­tio­nen erstel­len, Gegen­mai­lings erstellen) 

- Eine Mög­lich­keit fin­den, Spen­den für die­se Maß­nah­men zu sam­meln. Frei­wil­li­gen­ar­beit ist toll, aber die­se Akti­vi­tä­ten kön­nen kost­spie­lig sein und nicht jeder hat zusätz­li­che Mit­tel zur Verfügung

Wenn ihr dar­an inter­es­siert seid, könnt ihr ger­ne hier kom­men­tie­ren oder mir direkt eine PM sen­den und ange­ben, wobei ihr hel­fen könnt. Dann kön­nen wir einen Kick­off pla­nen und mit den ein­zel­nen Maß­nah­men beginnen.«

»Ich ver­lie­re jede Hoff­nung, dass ein zivi­les Vor­ge­hen bei die­sen Leu­ten etwas bewirkt«, schrieb sie. »Die­se Men­schen zu mei­den ist nicht genug, um die Ver­brei­tung ihrer bösen Rhe­to­rik zu stoppen.«

»Kennt jemand irgend­wel­che Hacker?«, wie­der­hol­te sie.

Mit­glie­der der Grup­pe schal­te­ten sich ein und führ­ten Dut­zen­de von Eltern auf, häu­fig ein­schließ­lich ihres Wohn­or­tes, ihrer Arbeit­ge­ber oder der Namen ihrer Ehepartner.

Auf Twit­ter ging auch ein Screen­shot herum:

Der gan­ze Arti­kel ist lesens­wert.

Nach dem Amok­lauf in Atlan­ta, bei dem ein wei­ßer jun­ger Mann sechs asia­ti­sche Frau­en und zwei wei­te­re Men­schen erschos­sen hat, kom­men­tier­te das Online-Maga­zin »The Root«, die »Whiteness«, das Weiß­sein, sei eine Pandemie.

Das Weiß­sein ist eine Kri­se der öffent­li­chen Gesund­heit. Es ver­kürzt die Lebens­er­war­tung, es ver­schmutzt die Luft, es ver­engt das Gleich­ge­wicht [»it con­s­tricts equi­li­bri­um« – kei­ne Ahnung], es ver­wüs­tet Wäl­der, es schmilzt Eis­kap­pen, es ent­zün­det (und finan­ziert) Krie­ge, es ebnet Dia­lek­te ein, es infi­ziert das Bewusst­sein und es tötet Men­schen – wei­ße Men­schen und Men­schen, die nicht sind weiß, mei­ne Mut­ter ein­ge­schlos­sen. Noch im Jahr 2050 wer­den Men­schen auf­grund von Ent­schei­dun­gen ster­ben, die 1850 aus der Vor­herr­schaft der Wei­ßen her­vor­ge­gan­gen sind.

Die wei­ße Vor­herr­schaft ist ein Virus, das wie ande­re Viren erst dann stirbt, wenn kei­ne Kör­per mehr vor­han­den sind, die es infi­zie­ren könn­te. Das heißt, die ein­zi­ge Mög­lich­keit, sie auf­zu­hal­ten, besteht dar­in, sie zu fin­den, zu iso­lie­ren, zu extra­hie­ren und zu töten. Ein Impf­stoff könn­te wohl auch funk­tio­nie­ren. Aber wir hat­ten 400 Jah­re Zeit, einen zu ent­wi­ckeln, ich wür­de also nicht so bald damit rechnen.

War­um nur wei­ße ras­sis­ti­sche Men­schen? Schwar­ze sind für einen grö­ße­ren Anteil der Gewalt­ta­ten gegen Asia­ten ver­ant­wort­lich als Wei­ße, obwohl ers­te­re nur etwa 14 Pro­zent der Bevöl­ke­rung aus­ma­chen, gegen­über rund 70 Pro­zent Weißen:

(Link, S. 13)

Und sonst so?

Wei­ße müs­sen ler­nen, kei­ne Arsch­lö­cher zu sein, »gefäl­ligst«. Das meint wer?

Auch Anti­ras­sis­mus-Guru Ken­di soli­da­ri­siert sich mit den Asiaten:

Das ist iro­nisch, weil sei­ne Leh­re glas­klar für Dis­kri­mi­nie­rung von Asia­ten argu­men­tiert, wor­auf die wun­der­vol­le Chloé Val­da­ry auch gleich hinweist:

Ich per­sön­lich fin­de ja, wer sich »Anti­ras­sist« nennt, soll­te sich eher gegen Ras­sis­mus aus­spre­chen als gegen Men­schen einer bestimm­ten Ras­se. Aber was weiß ich schon.

Zum Abschluss eine posi­ti­ve Mel­dung gegen die pseu­do-rea­le Behaup­tung, dass sich nichts geän­dert habe.

Update vom 31. März

Im ers­ten Update ging es um die Grup­pe von radi­ka­li­sier­ten Eltern, Leh­rern und öffent­li­chen Beschäf­tig­ten, die Kri­tik an der Indok­tri­nie­rung von Kin­dern zum Schwei­gen zu brin­gen sucht. John Beat­ty, Mit­glied des Schul­vor­stan­des, sprach dort die­ses Pro­blem an:

Die Reak­ti­on der Grup­pe war ein Pro­test­brief an den Schul­vor­stand mit der For­de­rung, Beat­ty zu tadeln. Der Brief warf ihm Falsch­dar­stel­lung von Tat­sa­chen vor, ohne die­se zu benen­nen, sowie »fort­ge­setz­tes Unter­gra­ben der Bemü­hun­gen« der Schu­le, »jedem Schü­ler ein siche­res und gleich­be­rech­tig­tes Lern­um­feld zu bieten«.

Die Akti­vis­ten ver­an­lass­ten auch die Löschung eines Crowd­fun­dings, mit dem sich die »Eltern gegen Kri­ti­sche Theo­rie« finan­zier­ten. Die Platt­form GoFund­Me schrieb: »Unse­re Nut­zungs­be­din­gun­gen im Ver­ein mit streng durch­ge­setz­ten Grund­sät­zen der Zah­lungs­dienst­leis­ter, ver­bie­ten es GoFund­Me, Ihnen das Ein­wer­ben von Mit­teln über unse­re Platt­form wei­ter zu erlauben.«

Tech-Platt­for­men und Zah­lungs­dienst­leis­ter ent­schei­den auf Anstoß von radi­ka­len Akti­vis­ten nach intrans­pa­ren­ten Kri­te­ri­en, wer im Inter­net was darf. (Quel­le)

Das »Mino­ri­ty Stu­dent Achie­ve­ment Advi­so­ry Com­mit­tee« des Schul­be­zirks rief auf Twit­ter dazu auf, »die Oppo­si­ti­on zum Schwei­gen zu bringen«.

Die­se Tweets wur­den bald gelöscht. Hier das Twit­ter­pro­fil. Mys­te­ri­ös: Der Link zur Web­site führt auf eine tote Sei­te, in der Lis­te der Kom­mit­tees ist die­ses nicht aufgeführt.

Der neue Chief of Diver­si­ty and Inclu­si­on der US-Spe­zi­al­kräf­te ver­brei­tet im Inter­net Cri­ti­cal-Race-Theo­ry-Memes und rückt Trump in die Nähe von Hitler.

Der Federa­list berich­tet über wei­te­re Bele­ge des Vor­drin­gens von Cri­ti­cal Race Theo­ry im US-Mili­tär. Schö­ne Aus­sich­ten: Wenn sich die­ser Pro­zess voll­endet, wird sich die­se Armee der nor­ma­len Bevöl­ke­rung mora­lisch über­le­gen glau­ben und der fes­ten Über­zeu­gung sein, dass die­se ein Unrechts­sys­tem bil­de, das umge­stürzt wer­den müsse.

Wer wäre nicht besorgt über den wei­ßen Veganismus?

In »The Nati­on« denkt Elie Mys­tal in Covid-Zei­ten posi­tiv:

Ich habe hier und anders­wo gesagt, dass einer der Haupt­vor­tei­le der Pan­de­mie dar­in besteht, dass ich Ras­sis­mus und Weiß­heit gene­rell aus mei­nem täg­li­chen Leben aus­schlie­ßen konn­te. Im ver­gan­ge­nen Jahr muss­te ich natür­lich immer noch auf Zoom mit Wei­ßen inter­agie­ren oder sie im Fern­se­hen sehen oder mir Sor­gen dar­über machen, dass es ihnen gelin­gen könn­te, einen weiß-supre­ma­tis­ti­schen Prä­si­den­ten wie­der­zu­wäh­len. Aber ich habe nicht stän­dig wei­ße Men­schen vor der Nase. Ich kann mich mehr oder weni­ger nur dann mit Weiß­heit kon­fron­tie­ren, wenn ich es will. Ihre Bul­len jagen mich nicht, wenn ich durch mei­ne Nach­bar­schaft fah­re. Ihre Pro­ble­me gehen mir nicht auf die Ner­ven (und bedro­hen mich nicht), wenn ich ein­fach nur ein paar Ein­käu­fe erle­di­gen will.

Das liegt dar­an, dass ich nicht per­sön­lich durch die Nach­bar­schaft gefah­ren bin oder ein­ge­kauft habe. Die Wei­ßen haben sich nicht ver­bes­sert. Ich konn­te nur mei­nen Kon­takt mit ihnen begrenzen.

Abge­legt unter »Ras­sis­mus gegen Wei­ße gibt es nicht« und »Es geht um Whiteness als Idee/Prinzip/Struktur, nicht wei­ße Menschen«.

Helen Pluck­ro­se, Ko-Autorin von »Cyni­cal Theo­ries« und der Grie­van­ce Stu­dies Papers, betreibt seit Kur­zem eine Orga­ni­sa­ti­on namens »Coun­ter­weight«, die Men­schen hilft, sich am Arbeits­platz, in Uni­ver­si­tä­ten etc. gegen die Über­grif­fe der post­mo­der­nis­ti­schen Akti­vis­ten zu weh­ren. Sie klagt dar­über, dass sie als wei­ße Bri­tin Ein­wan­de­rern erklä­ren muss, was sie über ihren gesell­schaft­li­chen Sta­tus zu glau­ben haben, um nicht bei den wei­ßen »Anti­ras­sis­ten« in Ungna­de zu fallen.

Im Kunst- und Poli­tik-Maga­zin Bos­ton Review wird unter dem Label anti­ras­sis­ti­sche Medi­zin expli­zit eine bevor­zug­te Gesund­heits­ver­sor­gung von Nicht­wei­ßen gefor­dert.

Die ange­se­he­ne Medi­zin­zeit­schrift »Jour­nal of the Ame­ri­can Medi­cal Asso­cia­ti­on«, bestehend seit 1883, brach­te einen kur­zen Pod­cast her­aus, in dem das Kon­zept des struk­tu­rel­len Ras­sis­mus ange­zwei­felt wur­de. Nach einem Shit­s­torm wur­den der ent­spre­chen­de Tweet und der Pod­cast gelöscht, eine Ent­schul­di­gung ver­öf­fent­licht, eine Peti­ti­on und ein Boy­kott gestar­tet, eine inter­ne Unter­su­chung ver­an­lasst und der Chef­re­dak­teur ent­las­sen, zusam­men mit der Ankün­di­gung, dass der Nach­fol­ger ein Exper­te für Ras­sis­mus und struk­tu­rel­len Ras­sis­mus in der Medi­zin sein wer­de (Thread).

Die Redak­teu­rin für Race und Inclu­si­on der gro­ßen Tages­zei­tung USA Today wur­de gefeu­ert, nach­dem sie nach dem Amok­lauf eines syri­schen Täters vor­schnell öffent­lich geur­teilt hat­te, dass immer Wei­ße die Täter sei­en. Sie führ­te anschlie­ßend ihre Ent­las­sung dar­auf zurück, dass sie die Whiteness herausgefordert/in Fra­ge gestellt (chal­len­ged) habe.

In Vogue berich­tet eine wer­den­de Mut­ter:

Mei­ne Freun­din, Mut­ter eines drei­jäh­ri­gen Jun­gen, erzählt mir, dass sie dach­te, das Geschlecht wäre ihr egal, bis sie von ihrem Arzt erfuhr, dass sie einen Sohn erwar­te­te. Sie brach in ihrem Büro in Trä­nen aus. »Und dann habe ich einen gan­zen Monat lang geweint«, sagt sie nüch­tern. Nach einer schwie­ri­gen Geburt ent­wi­ckel­te sie eine postpar­ta­le Depres­si­on und stell­te fest, dass sie einen grö­ße­ren Groll gegen ihren Ehe­mann heg­te, als sie es jemals für mög­lich gehal­ten hät­te. Sie erzähl­te mir, dass sie es beson­ders hass­te – und sie führ­te eine tat­säch­li­che phy­si­sche Lis­te in ihrem Tage­buch, die sie täg­lich aktua­li­sier­te -, wie fried­lich er schlief. »Es gibt nichts Schlim­me­res als den unge­stör­ten Schlaf eines wei­ßen Man­nes in einer patri­ar­cha­li­schen Welt.« Sie schüt­telt den Kopf. »Es war schwer, mich damit abzu­fin­den, dass ich noch einen wei­ßen Mann auf die Welt brin­gen wür­de. Aber jetzt ver­göt­te­re ich ihn und kann es mir nicht mehr anders vor­stel­len.« Sie lern­te schließ­lich auch ihren Mann wie­der zu lie­ben. Das nächt­li­che Geräusch sei­nes per­fek­ten Schla­fes neben ihr ist jetzt erträglich.

Update vom 21. April

Aus der natur­wis­sen­schaft­li­chen Fach­zeit­schrift »Natu­re:

Ein öffent­li­cher Schul­be­zirk in der Nähe von Roches­ter, New York, teil­te den Eltern [Anfang April] mit, dass ihre Kin­der an einem neu­en »anti­ras­sis­ti­schen« Lehr­plan teil­neh­men wer­den, des­sen Ent­wick­lung teil­wei­se von einer ört­li­chen Anfüh­re­rin von Black Lives Mat­ter gelei­tet wur­de, wel­che im ver­gan­ge­nen Som­mer in die Schlag­zei­len kam als sie wäh­rend der Unru­hen in Roches­ter erklär­te: »Von mir aus kann die gan­ze Stadt niederbrennen«.

Der Bun­des­staat Ver­mont hat Anfang April Men­schen der Kate­go­rie »BIPOC« (Black, Indi­ge­nous, Peop­le of Color) bei den Coro­na-Imp­fun­gen prio­ri­siert. »Natio­nal Review« kom­men­tiert:

Ras­si­sche Bevor­zu­gung bei der Ver­tei­lung von Impf­stof­fen scheint wie dafür geschaf­fen, Ras­sen­kon­flik­te zu schü­ren, die ame­ri­ka­ni­sche Gesell­schaft zu bal­ka­ni­sie­ren und Miss­trau­en in unse­re Insti­tu­tio­nen zu säen.

Mikah ist im Alter von sechs Mona­ten in Hai­ti von einer deut­schen Fami­lie adop­tiert wor­den. Heu­te ist sie eine gefrag­te und ange­se­he­ne »anti­ras­sis­ti­sche« Akti­vis­tin und war auch schon mal auf dem Klo des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks zu Gast. Auf Twit­ter wen­det sie sich mit die­ser freund­li­chen Bit­te an die deut­sche Öffentlichkeit:

Ein lin­ker Men­schen­freund von »Roter Auf­bau« in Ham­burg kon­do­liert Prinz Philip:

Was macht man mit den Über­grif­fen von Schwar­zen auf Asia­ten, wenn man doch stän­dig behaup­tet, dass Ras­sis­mus immer und aus­schließ­lich von Wei­ßen aus­ge­he? Das Glei­che, was man schon län­ger mit dem Ras­sis­mus­be­griff als sol­chem gemacht hat; man kon­zep­tua­li­siert die Ange­le­gen­heit ein­fach so, dass sie wie­der das Nar­ra­tiv stützt und nie­mals nicht das Nar­ra­tiv stüt­zen kann.

Eine Pro­fes­so­rin für Asi­an Ame­ri­can Stu­dies erklärt:

Anti-asia­ti­scher Ras­sis­mus hat die­sel­be Quel­le wie anti-schwar­zer Ras­sis­mus: die wei­ße Vor­herr­schaft. Wenn also eine schwar­ze Per­son eine asia­ti­sche Per­son angreift, ist die Begeg­nung viel­leicht von Ras­sis­mus getrie­ben, aber ganz spe­zi­fisch durch die wei­ße Vor­herr­schaft. Die wei­ße Vor­herr­schaft erfor­dert kei­ne wei­ße Per­son, um sie zu reproduzieren.

Daher ist es nur gut gemeint, wenn der jun­ge Online-Komi­ker Jay Ver­sace for­dert, die Wei­ßen end­lich zu dehumanisieren:

In einem Fach­ar­ti­kel über »wei­ße Vor­herr­schaft und Psy­cho­the­ra­pie« wer­den The­ra­peu­ten drei Schrit­te vor­ge­schla­gen, sozia­le Gerech­tig­keit vor­an­zu­trei­ben:

Zurück­wei­sung von Fort­schritts­nar­ra­ti­ven beim Ras­s­e­the­ma, Aus­übung einer auf Social Jus­ti­ce aus­ge­rich­te­ten Pra­xis bei wei­ßen Kli­en­ten und Zen­trie­rung der wei­ßen Vor­herr­schaft als Schlüs­sel­pro­blem im Bereich der Bera­tungs­psy­cho­lo­gie und ver­bun­de­ner hel­fen­der Berufe.

Stei­le The­sen aus einer »anti­ras­sis­ti­schen« Club­house-Run­de:

Juden heu­len über Hit­ler, aber Hit­ler hat getan, was er für sein Volk tun muss­te. Heu­te ist Deutsch­land eine Super­macht wegen dem, was Hit­ler getan hat. Ver­gesst das nie.

Der Name des Rau­mes war auch auf­schluss­reich:

»Die Juden und Asia­ten vs. Repa­ra­tio­nen für Schwar­ze ist der WIRKLICHE KAMPF«

Die Stadt Oak­land in Kali­for­ni­en gibt ein Hilfs­geld von 500 Dol­lar im Monat an bedürf­ti­ge Fami­li­en »of Color« aus. Das Geld kommt von pri­va­ten Spendern.

Ein Fak­ten­check von News­week fragt, ob das Pro­gramm wei­ße arme Fami­li­en ausschließe.

Der Text win­det sich über eine lan­ge Stre­cke, um nicht ein­fach ja sagen zu müs­sen, aber die ein­fa­che Ant­wort ist ja. Zur Begrün­dung gehört wie üblich, dass die nicht­wei­ßen Fami­li­en in weit­aus grö­ße­rer Zahl bedürf­tig sei­en. Doch es wird nie erklärt, war­um man dann über­haupt die Haut­far­be zum Kri­te­ri­um machen muss, um sie zu erreichen.

Die Bun­des­re­gie­rung hat Anfang März tat­säch­lich ent­schie­den, die Ver­fas­sung zu ändern und künf­tig den Begriff »ras­sis­tisch« in Arti­kel 3 des Grund­ge­set­zes zu ver­wen­den, wo bis­her Dis­kri­mi­nie­rung »nach Ras­se« (u.a.) unter­sagt wird.

Lei­der wird der Begriff »ras­sis­tisch« aktu­ell von Medi­en, »Wis­sen­schaft« und Par­tei­en auf den Kopf gestellt und so umde­fi­niert, dass er dem Geist des Grund­ge­set­zes dia­me­tral widerspricht.

Nach dem neu­en Ras­sis­mus­be­griff kann ein wei­ßer Mensch gar nicht »ras­sis­tisch« dis­kri­mi­niert wer­den. Soll­te die Ände­rung also umge­setzt wer­den und der neue Ras­sis­mus­be­griff sich durch­set­zen, wären Wei­ße nicht mehr unter Arti­kel 3 vor Ras­sis­mus geschützt. Der Weg wäre frei für das »anti­ras­sis­ti­sche« Pro­gramm von Ibram X. Ken­di: »The only reme­dy to racist discri­mi­na­ti­on is anti­ra­cist discrimination«.

Ich habe hier dar­über geschrie­ben.

Wenn Sie die­sen Bei­trag mit Gewinn gele­sen haben, kön­nen Sie homo duplex über Sub­scri­be­star, Paypal oder Cryp­to unter­stüt­zen und dabei hel­fen, mehr davon zu ermög­li­chen. Vie­len Dank!



7 Kommentare

  1. Die Ama­deu-Stif­tung behaup­tet: »Weiß dient nicht zur Bezeich­nung der Haut­far­be, son­dern zur Kenn­zeich­nung der poli­ti­schen Posi­ti­on, in der Men­schen kei­ne Ras­sis­muser­fah­run­gen machen.«

    Nun, damit haben die den Ras­sis­mus im Prin­zip abgeschafft. 

    Denn wenn Ras­sis­mus nichts mit der eth­ni­schen Her­kunft zu tun hat, kann man mir auch nicht auf­grund mei­nes Aus­se­hens ent­spre­chen­de Erfah­run­gen zu- oder abspre­chen. Wenn mir also jemand bei Twit­ter sagt, ich sei zu weiß (Aus­se­hen), um Ras­sis­muser­fah­rung zu haben, kann ich ant­wor­ten: »Woher willst du denn wis­sen, wel­che Haut­far­be (poli­ti­sche Posi­ti­on) ich habe?« 

    Das Glei­che gilt umge­kehrt für die­se far­bi­gen Berufs-Opfer, die z. B. auf Twit­ter unter­wegs sind. Die sind für mich ab jetzt weiß, da gesell­schaft­lich pri­vi­le­giert. Denn sie gehö­ren zu einer Grup­pe, die mit pau­scha­len Schuld­zu­wei­sun­gen gegen ande­re Grup­pen Geld ver­dient und media­le Aner­ken­nung erhält statt berech­tig­te Kri­tik zu ern­ten. Wenn die sich dem­nächst hin­stel­len und behaup­ten, sie wären Opfer von Ras­sis­mus (Haut­far­be), kann ich denen sagen, dass sie dafür zu weiß (poli­ti­sche Posi­ti­on) sind. 

    🤷‍♀️

  2. kann ich ant­wor­ten: »Woher willst du denn wis­sen, wel­che Haut­far­be (poli­ti­sche Posi­ti­on) ich habe?

    Mit poli­ti­scher Posi­ti­on ist nicht gemeint, ob Du dich rechts, links ver­or­test, son­dern dei­ne Stel­lung in der Gesell­schaft, und da bist Du schon pri­vi­le­giert, wenn Du nur (leich­ter) eine Woh­nung zum Woh­nen fin­dest auf­grund dei­ner Hautfarbe.

    Bist Du die Tasha aus Star Trek TNG? Worf wür­de dich auf die Bret­ter schi­cken :Þ

  3. Dan­ke, das sind wich­ti­ge Quel­len, die Ras­sis­mus gegen wei­ße hete­ro­se­xu­el­le Män­ner von sich ›anti­ras­sis­tisch‹ geben­den Strö­mun­gen bele­gen. Jedoch ist es falsch, Judith Sevinc Basad wegen ihres Buches in einem eta­blier­ten Ver­lag als Stim­me gegen woke Zen­sur auf­zu­füh­ren. Judith Basad hat mich grund­los blo­ckiert. Mei­ne Bücher wer­den von Vor­läu­fern heu­ti­ger Woker seit den 1980ern unter­drückt. Judith Sevinc Basad hat sich mit ihrer Blo­cka­de gegen mich auf Twit­ter auf die Sei­te der Unter­drü­cker gestellt, ist selbst Teil der woken Can­cel­Cul­tu­re. Ech­te Kri­tik gibt es nur in mei­nen unter­drü­cken Büchern, die kein eta­blier­ter Ver­lag her­aus­bringt, auch der Westend Ver­lag nicht.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.